Kommentar

Kommentar – Habeck vergleicht Trumps Zölle mit Angriff auf Ukraine: Schluss mit den Ablenkungsmanövern

Deutschland reagiert kopflos auf Trumps Zollpolitik. Dabei war alles abzusehen. Die fehlende Strategie im Umgang mit der neuen Ära hat Methode.

Len Sander
Len Sander
4 Min
Robert Habeck bei einer Pressekonferenz nach Donald Trumps Verkündung, Zölle auf die Importe aus vielen Ländern zu erheben.

Robert Habeck bei einer Pressekonferenz nach Donald Trumps Verkündung, Zölle auf die Importe aus vielen Ländern zu erheben.

© Kay Nietfeld/dpa

Niemand kann behaupten, Donald Trump ließe sich nicht in die Karten schauen. Grenze zu Mexiko dicht, Abschiebeoffensive, Verhandlungen mit Putin, protektionistische Handelspolitik: All das hatte er so angekündigt.

Trumps theatralische Bekanntgabe im Rosengarten des Weißen Hauses am Mittwoch, mit Zöllen gefühlte oder tatsächliche Handelsbarrieren auszugleichen, konnte also wirklich niemanden überraschen. Deutschlands Reaktion schwankt derweil zwischen Schlafwandeln und empörter Verblüffung. Und hier wird das Versagen offensichtlich: Deutschland re-agiert.

Es hängt fünf Schritte hinterher. Der geschäftsführende Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte am Donnerstag, die EU werde eine ausgewogene und entschlossene Antwort geben. Die Bundesregierung unterstütze die EU-Kommission dabei. Und so weiter und so fort.

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