Der Besitzer will das Gebäude in der Habersaathstraße abreißen. Der Bezirk wehrt sich dagegen vor Gericht, wie Dassel sagte.
Die ersten der insgesamt 54 Wohnungen seien am vergangenen Mittwoch bezogen worden, teilte die Initiative „Leerstand-Hab-ich-Saath“ mit. „Die Wohnungen sind einfach ideal für die Bedürfnisse obdachloser Menschen“, erklärte Aktivistin Valentina Hauser am Sonnabend. Für viele der anwesenden Menschen, die auf der Straße gelebt hätten, sei der Einzug eine sehr emotionale Situation gewesen.
Rauchmelder und Feuerlöscher installiert
Die Initiative habe zuvor alle Vorkehrungen für die Einhaltung des Brandschutzes selbst getroffen und Rauchmelder sowie Feuerlöscher fachgerecht installiert. Daran war zunächst der Bezug des Hauses noch vor Weihnachten gescheitert. Dassel hob das Engagement der Initiative hervor: „Da ist viel ehrenamtlich geleistet worden.“
Zuvor hatten Obdachlose und Aktivisten vor rund zwei Wochen das Haus besetzt, um gegen Immobilienspekulation und Leerstand zu protestieren. „Wir haben einen unglaublichen Erfolg erkämpft und Wohnraum für Menschen geschaffen, die sonst nur mit Notschlafplätzen und Suppenküchen abgespeist werden“, sagte Hauser. Zugleich kündigte sie weiteren Widerstand gegen die Pläne des Eigentümers an: „Der geplante Abriss ist ein Skandal. Wir werden weiter dagegen kämpfen.“
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