Händler vom Kollwitzmarkt wollen Sauberkeitsplakette

Restaurants von der Negativliste gestrichen

Stefan Strauss
2 Min

PANKOW. Die Negativliste des Bezirksamtes mit 39 unsauberen Restaurants und Imbissläden ist seit gestern Nachmittag um drei Namen kürzer. Bei unangekündigten Besuchen in den vergangenen Tagen haben die Lebensmittelkontrolleure im Macceroni in der Lychener Straße 41, in der Shisha- und Cocktailbar Shahrazad in der Pappelallee 22 und in einem Thai-Imbiss in der Achillesstraße 48 in Karow keine groben Verstöße mehr feststellen können. Die Inhaber der drei Einrichtungen hatten dem Gesundheitsamt gleich nach Erscheinen der Liste in der vergangenen Woche mitgeteilt, sie hätten alle Mängel beseitigt und das Amt um eine schnelle Kontrolle gebeten. "Ich bin jetzt sehr erleichtert", sagt Andreas Luckner, Inhaber des Restaurants Macceroni. Bei ihm hatten die Kontrolleure am 20. Januar unter anderem "mangelnde Grundhygiene" und "schimmelähnliche Beläge" festgestellt. So stand es bis gestern auch im Internet.Ein Catering-Unternehmen, das im Januar Imbiss und Getränke beim Sechs-Tage-Rennen im Velodrom verkauft hatte, war bereits in der vergangenen Woche vorläufig von der Negativliste gestrichen worden. Bei Kontrollen vor der Eröffnung des Rennens wurde beanstandet, dass die Kühlkette nicht eingehalten wurde und Lebensmittel unsachgemäß lagerten. Wegen gravierender Hygienemängel hat das Amt nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Caterer eingeleitet. Solange dieses nicht abgeschlossen ist, darf der Name des Unternehmens nicht auf der Liste im Internet erscheinen. Diese Regelung gehört zu einigen juristischen Ungereimtheiten, die das neue Verbraucherinformationsgesetz noch hat. Die Senatsgesundheitsverwaltung und Bezirke wie Charlottenburg-Wilmersdorf prüfen zurzeit das Pankower Pilotmodell und ein vergleichbares Verfahren in Dänemark.Unterdessen haben sich 20 Lebensmittelhändler, die sonnabends auf dem Kollwitzmarkt in Prenzlauer Berg stehen, um einen Smiley und einen Eintrag auf der Positivliste beworben. Mit diesem amtlichen Aufkleber zeichnet Pankow jene Betriebe aus, bei denen es bei Lebensmittelkontrollen keine Mängel gab. Marktbetreiber Philipp Strube sagt: "Es ist besser in die Offensive zu gehen, als zu warten, bis die Lebensmittelkontrolleure kommen."Bisher haben fünf Pankower Betriebe solch einen Smiley und ein amtliches Zeugnis erhalten, 60 weitere hatten sich bereits beworben, jetzt kommen die Markthändler hinzu.

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