Unwetter im Anmarsch

Hagel, Starkregen, 100 km/h: Tief „Cherry“ trifft Berlin – kritisch wird es ab 13 Uhr

Unwetter in Berlin und Brandenburg: Der DWD sieht am Freitag erhöhtes Unwetterpotenzial. Hagel, Starkregen und Sturmböen bis 100 km/h sind möglich.

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Regenschirm statt Sonnenschirm – am Freitag kann es in Berlin und Brandenburg schwere Gewitter geben. (Symbolbild)

Regenschirm statt Sonnenschirm – am Freitag kann es in Berlin und Brandenburg schwere Gewitter geben. (Symbolbild)

© IMAGO/Florian Gaertner

Der Freitag könnte für Berlin und Brandenburg ungemütlich werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht auf seiner Webseite ein „erhöhtes Unwetterpotenzial“ für die Region.

Eine offizielle Unwetterwarnung gibt es bislang nicht. Der DWD hält aber schwere Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde für möglich. In der Nacht zum Samstag soll sich die Lage beruhigen.

Ab 13 Uhr wird es kritisch

Verantwortlich ist laut ARD-Wetterkompetenzzentrum das Tief „Cherry“. Es zieht von Belgien über den Norden Deutschlands und schiebt kühlere Luft heran. Ab Freitagmittag sind Gewitter möglich – mit Hagelkörnern von bis zu drei Zentimetern Durchmesser und Regenmengen um 30 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden. Regional können es bis zu 60 Liter werden. Bei besonders intensiven Zellen sei diese Menge sogar in knapp einer Stunde denkbar, teilte das Wetterkompetenzzentrum mit.

Als wahrscheinlichsten Zeitraum nannten die Meteorologen am Donnerstag Freitag zwischen 13 und 19 Uhr. Betroffen sein kann ganz Berlin und Brandenburg, am stärksten vermutlich die östliche Hälfte Brandenburgs.

Vorher noch einmal 30 Grad

Bevor die Gewitter aufziehen, wird es noch einmal schwül. An Oder und Neiße sind bis zu 30 Grad drin.

Schon am Donnerstag sind im Norden und Osten Brandenburgs einzelne Gewitter unterwegs – zwischen Uckermark und Prignitz sowie in der Oder- und Neiße-Region. Möglich sind dort bis zu 15 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel und Böen bis 70 Kilometer pro Stunde.

Lollapalooza, Helene Beach, Nation of Gondwana

Das Timing ist bitter. Am Wochenende läuft das Lollapalooza im Berliner Olympiapark (Samstag und Sonntag), das Helene-Beach-Festival bei Frankfurt (Oder) und das Nation of Gondwana bei Nauen. Dazu kommt das Tegeler Hafenfest.

Ob die Veranstaltungen etwas abbekommen, lässt sich kaum seriös vorhersagen. Starkregen und Sturmböen treten bei Gewittern meist kleinräumig und spontan auf – der eine Festivalplatz säuft ab, der nächste bleibt trocken.

Danach kippt der Sommer erst einmal. Am Samstag liegen die Höchstwerte zwischen 21 und 24 Grad, zum Wochenstart sind es um die 20 Grad.

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