Wetter

Hagel und Sturmböen bis 85 km/h: Heute Mittag wird es im Norden ernst

Wetter am Donnerstag: Der DWD erwartet ab Mittag Sturmböen bis 85 km/h, kräftige Gewitter mit Hagel im Norden und bis zu 29 Grad im Süden.

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Dunkle Wolkenkante über einem Feld im Norden: Ab den Mittagsstunden erwartet der Wetterdienst in der Nordhälfte Sturmböen bis 85 km/h und einzelne kräftige Gewitter. (Symbolbild)

Dunkle Wolkenkante über einem Feld im Norden: Ab den Mittagsstunden erwartet der Wetterdienst in der Nordhälfte Sturmböen bis 85 km/h und einzelne kräftige Gewitter. (Symbolbild)

© Imago

Ab den Mittagsstunden frischt in der Nordhälfte der Westwind auf. Der Deutsche Wetterdienst rechnet dort mit steifen Böen um 55 Kilometer pro Stunde, an der Nordsee und im höheren Bergland mit stürmischen Böen, dazu mit einzelnen kräftigen Gewittern samt kleinkörnigem Hagel. Südlich der Mitte bleibt es davon unberührt: Hochdruck, Sonne, bis zu 29 Grad.

Deutschland teilt sich an diesem Donnerstag quer durch die Mitte. Nördlich davon liegt das Land unter Tiefdruckeinfluss, es bleibt wechselhaft, der Wind dreht auf Südwest bis West.

Südlich davon hält sich das Hoch. Zwischen beiden Hälften liegen an diesem Tag rund zehn Grad.

55, 70, 85 km/h: Ab Mittag legt der Wind zu

Die Werte staffeln sich mit der Höhe. Im norddeutschen Binnenland erwartet der Wetterdienst ab Mittag gebietsweise steife Böen um 55 Kilometer pro Stunde, Windstärke 7.

An der Nordsee und auf einigen Gipfeln der Mittelgebirge werden daraus stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde, auf dem Brocken Sturmböen bis 85. Das entspricht Windstärke 9.

Dazu kommen im Norden einzelne kräftige Gewitter, nach Einschätzung des Wetterdienstes mit geringer Wahrscheinlichkeit, aber mit kleinkörnigem Hagel und Sturmböen in derselben Größenordnung. Trifft eine solche Zelle, kommen die 85 Kilometer pro Stunde auch im Flachland an.

Die Höchstwerte liegen bei 19 bis 23 Grad im Norden und 24 bis 29 Grad im Süden. Für Berlin werden bis zu 24 Grad erwartet, am Nachmittag ziehen Regen und Schauer auf, vereinzelt gewittert es.

Wer heute an der Küste unterwegs ist, mit dem Rad fährt oder ein Gerüst im Blick behalten muss, sollte die amtlichen Warnungen für den eigenen Landkreis prüfen. Sie werden laufend aktualisiert.

Nachts 100 km/h auf dem Brocken, am Freitag kehrt die Hitze zurück

In der Nacht zum Freitag beruhigt sich das Binnenland, der Wind lässt nach. An der See bleiben es zeitweise steife Böen um 60 Kilometer pro Stunde.

Auf dem Brocken geht es in die andere Richtung. Dort halten die Sturmböen an und legen zum Morgen auf teils schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde zu, Windstärke 10.

Am Freitag bleibt die Nordhälfte wechselhaft, an der Nordsee steigt die Gewittergefahr schon am Morgen wieder. In den Süden strömt gleichzeitig noch einmal heiße Luft.

14 Grad Spannweite an einem einzigen Tag

Die auffälligste Zahl dieser Woche steht für Freitag: 18 Grad im Norden, 32 Grad im Südwesten. Das sind 14 Grad Unterschied an einem Tag, in einem Land, das von der Küste bis zu den Alpen keine 900 Kilometer misst.

Solche Gegensätze entstehen, wenn zwei Systeme gleichzeitig drücken. Tiefausläufer reichen von Island bis nach Skandinavien, von Süden hält eine Hochdruckzone über dem Mittelmeerraum dagegen. Die Grenze verläuft quer über Deutschland.

Zweitwärmster Sommer seit 1881: Der Regen fällt im Norden

Der Regen dieser Tage trifft auf Böden mit sehr unterschiedlicher Vorgeschichte. Der Sommer 2026 war nach der Bilanz des Wetterdienstes bundesweit der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1881, übertroffen nur vom Sommer 2003.

Vor allem im Süden fehlt Wasser. In Baden-Württemberg fielen im Flächenmittel 153 Liter pro Quadratmeter und damit 52 Prozent des Klimasolls, in Bayern 207 Liter oder 66 Prozent, in Hessen 126 Liter oder 57 Prozent.

Das Tief bringt Wasser. Dorthin, wo das Defizit am größten ist, bringt es keins.

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