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Tierwelt

Halb Schaf, halb Ziege: Geburt von mutmaßlicher Schiege sorgt für Aufsehen

In Schleswig-Holstein lebt offenbar ein extrem seltenes Mischwesen. Der Besitzer ist sich sehr sicher, dass Flumo eine Mischung aus Schaf und Ziege ist. Was sagt die Wissenschaft?

Team News Alexander Schmalz dpa/lex
2 Min
Glücksburg: Schaf-Mama Selma und Flumo stehen auf einer Wiese.

Glücksburg: Schaf-Mama Selma und Flumo stehen auf einer Wiese.

© Georg Wendt/dpa

Ein seltener Hybrid aus Schaf und Ziegenbock trotzt biologischen Grenzen. Auf einem Resthof bei Glücksburg an der Flensburger Förde (Schleswig-Holstein) wurde offenbar ein Mischwesen geboren: Eine Schiege. Bei Flumo, wie der seltene Nachwuchs heißt, handelt es sich mutmaßlich um eine Mischung aus Schaf und Ziege. Der kleine Bock hat weißes Fell mit braunen Flecken - genauso wie Ziegenbock Rune, der seit Jahren mit einer kleinen Schafsherde auf der Koppel hinter dem Haus lebt. Der einzige Schafsbock in der Herde hat aber dunkles Fell.

Für Hofbesitzer Dag, der nur mit seinem Vornamen öffentlich genannt werden möchte, ist das ein klares Indiz dafür, dass es sich bei Flumo tatsächlich um eine seltene Schiege handelt. Auch die Fellstruktur ähnele eher einer Ziege als einem Schaf. Und wenn Flumo blökt beziehungsweise meckert, kommt er eher nach Rune.

Flumo wurde nach Techno-Party benannt 

Schafe und Ziegen gehören biologisch zur gleichen Unterfamilie der Ziegenartigen. Sie haben aber einen unterschiedlichen Chromosomensatz. Während Ziegen 60 Chromosomen aufweisen, haben Schafe nur 54. Dies macht Kreuzungen ausgesprochen schwierig.

Der Name der mutmaßlichen Schiege kommt übrigens von einer Veranstaltung. Flumo wurde nämlich am vergangenen Freitag geboren, als auf dem Hof das Techno-Event „Flugmodusfestival“ mit 350 Besuchern stattfand.

Bereits vor zehn Jahren Schiege in Deutschland geboren

Vor zehn Jahren sorgte schon einmal ein solches Mischwesen für bundesweite Schlagzeilen, als im Landkreis Göttingen eine Schiege geboren wurde. Damals sagte der mittlerweile verstorbene Nutztierforscher Prof. Christoph Knorr von der Universität Göttingen, eine Kreuzung aus Schaf und Ziege gebe es nur in absoluten Ausnahmefällen. Das Tier aus dem Landkreis Göttingen war seiner Kenntnis nach damals die weltweit einzige wissenschaftlich bestätigte Schiege.

Dag hat (noch) keine Genanalyse machen lassen, auch wegen der Kosten. „Aber ich fände das schon interessant.“ Mit der Universität Göttingen habe er aber bereits Kontakt aufgenommen. Dag möchte den kleinen Bock auf jeden Fall behalten - solange er sich mit Rune versteht.

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