Das chinesische Handelsministerium hat am heutigen Montag Details zu den vereinbarten Zollsenkungen zwischen China und den USA bekanntgegeben. Danach sollen für mehr als 90 Prozent der erfassten Waren die regulären Meistbegünstigungszölle gelten. Bereits am Sonntag hatte das Weiße Haus die konkreten Produktlisten veröffentlicht.
Beide Seiten haben Zollsenkungen auf Waren im Wert von jeweils rund 30 Milliarden US-Dollar vereinbart. Grundlage ist das im Mai eingerichtete gemeinsame Handelsgremium, das sogenannte Board of Trade. Für rund 30 Prozent der US-Ausfuhren nach China werde damit ein besserer Marktzugang geschaffen, erklärte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer laut Reuters.
Die Vereinbarungen gehen auf den Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei US-Präsident Donald Trump in Washington in der vergangenen Woche zurück.
Agrargüter und Konsumartikel im Zentrum
Auf der chinesischen Liste stehen nach Angaben des Weißen Hauses vor allem US-Agrarprodukte wie Mais, Weizen, Sorghum, Fleisch, Milchprodukte und Pflanzenöle sowie Fisch, Meeresfrüchte, Holz, Kosmetika und medizinische Geräte. Sojabohnen sind ausgenommen. Reuters verweist darauf, dass China bereits nach einer früheren Vereinbarung jährlich 25 Millionen Tonnen US-Sojabohnen abnimmt.
Die Liste der US-Waren umfasst 1619 Produktkategorien. Zusätzlich sagte Peking den Import von mindestens zehn Millionen Tonnen US-Kohle jährlich in den Jahren 2027 und 2028 zu. Flüssigerdgas und Öl sind nicht Teil der Absprache.
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Die Liste chinesischer Waren, für die die USA im Gegenzug Zölle senken wollen, umfasst nach Angaben der in Hongkong erscheinenden Tageszeitung South China Morning Post 77 Produktkategorien. Dazu gehören Kleingeräte wie Kaffeemaschinen und Toaster, Geschirr, Bettwäsche, Spielzeug, Feuerwerkskörper, Weihnachtsdekoration und Kindersitze.
Seltene Erden bleiben ausgespart
Der bestehende Zollburgfrieden wurde bis zum 10. Januar verlängert. Das schaffe ein stabileres und berechenbareres Umfeld für Unternehmen, teilte das chinesische Handelsministerium mit. Ein Arbeitsgremium für den Agrarhandel soll noch vor Jahresende erstmals tagen.
Der Streit über chinesische Ausfuhren seltener Erden und anderer wichtiger Rohstoffe bleibt nach Darstellung des Weißen Hauses ungelöst. Beide Seiten arbeiteten weiter daran, die Liefermengen auf ein angemessenes Niveau zurückzuführen. In den offiziellen Papieren aus Washington und Peking sowie in der von Xinhua veröffentlichten Liste der acht Ergebnisse des Staatsbesuchs findet sich dazu keine konkrete Zusage.
China dominiert den Weltmarkt für Seltene Erden. Die Mineralien werden unter anderem für die Herstellung von Elektronik, Elektromotoren und Rüstungsgütern benötigt.
Zusätzlich vereinbarten beide Länder einen Dialog über Risiken künstlicher Intelligenz mit einem nächsten Treffen im November sowie einen Kommunikationskanal für KI-Zwischenfälle.
Die Börsen in China reagierten am Montag zurückhaltend: Der Leitindex CSI 300 fiel laut Reuters um mehr als zwei Prozent auf ein Jahrestief.
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