Interview

Michael Tockuss: „Ostdeutsche Unternehmen trauen sich eher, mit dem Iran Handel zu treiben“

Mittelständler aus Thüringen und Sachsen haben zuletzt stark auf Teheran gesetzt. Droht ihnen der Absturz? Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Deutsch-Iranischen Handelskammer.

Dorian Baganz
Dorian Baganz
8 Min
„Wir versuchen, das Minimum an wirtschaftlichen Beziehungen aufrechtzuerhalten“, sagt Michael Tockuss.

„Wir versuchen, das Minimum an wirtschaftlichen Beziehungen aufrechtzuerhalten“, sagt Michael Tockuss.

© Julian Slagman für Ostdeutsche Allgemeine

Der Iran wird von Israel und den USA bombardiert, die Straße von Hormus ist für den internationalen Schiffsverkehr gesperrt, ein Tanker steht nach einem Drohnenangriff in Flammen – und die Ölpreise klettern auf den höchsten Stand seit anderthalb Jahren. Doch der Krieg in Nahost bedroht nicht nur globale Energiemärkte: Waren im Wert von knapp einer Milliarde Euro exportiert Deutschland jährlich in den Iran – besonders ostdeutsche Mittelständler aus Sachsen und Thüringen haben diesen Handel zuletzt massiv ausgebaut. Droht ihnen nun ein wichtiges Geschäftsfeld wegzubrechen?

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