Die Hanfparade führt an diesem Samstag in weiten Teilen Berlin-Mittes zeitweise zu Verkehrseinschränkungen. Nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) beginnt die Demonstration um zwölf Uhr mit einer Auftaktkundgebung auf der Spandauer Straße in Höhe des Neptunbrunnens. Zwischen 15 und 18 Uhr setzt sich der Aufzug durch die Innenstadt in Bewegung und sorgt entlang der Route für Sperrungen.
Route führt durch das Regierungsviertel
Die Strecke verläuft laut VIZ über die Karl-Liebknecht-Straße, Unter den Linden, die Wilhelmstraße und die Dorotheenstraße in Richtung Scheidemannstraße und Paul-Löbe-Allee. Weiter geht es über die Willy-Brandt-Straße, das Kapelle-Ufer, die Reinhardtstraße und die Friedrichstraße zurück zum Alexanderplatz.
Der Veranstalter kündigte an, den Zug am Bundesgesundheitsministerium und am Sitz des Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung vorbeiführen zu wollen.
Die Spandauer Straße zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Rathausstraße bleibt nach Angaben der VIZ bis etwa 22.00 Uhr für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Am Alexanderplatz ist ab etwa 18.00 Uhr eine Abschlusskundgebung mit Bühnenprogramm geplant, die gegen 22.00 Uhr enden soll.
Demonstration für weitergehende Legalisierung
Die Hanfparade versteht sich nach eigenen Angaben als Demonstration für die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel. Grundlage der Forderungen ist die 2018 verabschiedete „Berliner Deklaration“, in der die Organisatoren die Aufgabe der Drogenprohibition und die Schaffung legaler Bezugswege verlangen.
Drogenprobleme lassen sich nach Auffassung des Veranstalters nicht strafrechtlich lösen, sondern nur durch wissenschaftlich fundierte Aufklärung und kulturelle Integration.
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