Lähmendes Entsetzen im Ostseestadion. Der FC Hansa Rostock hat sein Heimspiel am Sonnabend gegen Jahn Regensburg mit 2:5 (0:3) verloren und kann sich damit gedanklich auf ein weiteres Jahr in der 3. Liga einstellen. Wie schon in der vergangenen Spielzeit scheinen dem ehemaligen Bundesligisten auf der Zielgeraden ausgerechnet vor heimischem Publikum die Nerven zu flattern.
Schon zur Pause lagen die Gastgeber nach Toren von Oscar Schönfelder (12.) und Eric Hottmann (43., 45.+5) mit drei Toren zurück. Hottmann, ehemaliger Profi von Energie Cottbus, erzielte nur vier Minuten nach Wiederbeginn seinen dritten Treffer. Da hatten viele Hansa-Fans das Stadion schon verlassen. Sie verpassten die Treffer von Christian Kinsombi (51.) und Regensburgs Abwehrspieler Leopold Wurm, der ins eigene Netz traf (56.). Zumindest kurzzeitig sah es so aus, als könne Hansa da noch eine Aufholjagd starten. Das letzte Wort hatte wieder Hottmann drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit.
Mann des Tages in Rostock: Eric Hottmann erledigte Hansa mit vier Toren für Regensburg im Alleingang.
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Nach dem enttäuschenden 0:0 am vergangenen Wochenende beim bereits abgestiegenen Schlusslicht Schweinfurt hatte Hansa-Coach Daniel Brinkmann vier Änderungen in seiner Startelf vorgenommen. Jonas Dirkner fehlte gesperrt, Torjäger Emil Holten, der alleine in diesem Kalenderjahr schon zehn Tore erzielt hatte, war verletzungsbedingt nicht dabei. Zudem saßen Maximilian Krauß und Kenan Fatkic nur auf der Bank. Benno Dietze, Andreas Voglsammer, Lukas Kunze und Kinsombi sollten stattdessen helfen, den neunten Heimsieg einzufahren.
Regensburg allerdings, im tabellarischen Niemandsland unterwegs, spielte befreit auf und erwies sich als eiskalt vor dem gegnerischen Tor. Und Hansa? Agierte bis zur Pause kaum einmal zwingend und fand im Angriffsdrittel fast keine Lösungen. Der Drei-Tore-Rückstand bei Seitenwechsel war die fast logische Folge aus beiden Komponenten.
Erinnerungen an letzte Saison
Schon in der vergangenen Saison hatten die Mecklenburger vor heimischem Publikum den möglichen Aufstieg verspielt. Damals gab es am vorletzten Spieltag eine 1:3-Pleite gegen Cottbus. Diesmal scheint der Aufstiegstraum schon früher geplatzt. Aus den nun noch anstehenden Spielen in Aachen, gegen die U23 des VfB Stuttgart und abschließend in Saarbrücken benötigt Hansa neun Punkte – und gleichzeitige Schützenhilfe anderer Klubs. Zuvor steht am Dienstag (18 Uhr) aber noch das Halbfinale im Landespokal gegen Regionalligist Greifswalder FC an.
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