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Haushalt und Proteste

Aufruhr droht: War die Standpauke der Bauern gegen Özdemir erst der Anfang?

Der Ökonom Folker Hellmeyer glaubt, dass aus dem Bauern-Aufstand eine breite Bewegung werden kann. Die Wirtschaft schmiert wegen einer falschen Politik ab.

Michael Maier
5 Min
Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied (l.) erklärt Landwirtschaftsminister Cem Özdemir bei der Demonstration des Deutschen Bauernverbandes, dass sich die Bauern nicht beugen werden. 

Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied (l.) erklärt Landwirtschaftsminister Cem Özdemir bei der Demonstration des Deutschen Bauernverbandes, dass sich die Bauern nicht beugen werden. 

© Foto: Fabian Sommer/dpa

Die Szene ist gespenstisch: Cem Özdemir steht im blauen Anorak auf einem Podium vor dem Brandenburger Tor. Er sagt ein paar Sätze. Doch er findet kein Gehör. Wieder und wieder skandieren aufgebrachte Demonstranten Parolen gegen den Landwirtschaftsminister, gegen die Regierung. Sie rufen: „Die Ampel muss weg!“, und „Neuwahlen!“ Özdemir lässt sein Manuskript sinken, blickt traurig nach unten, auf die Bauern. Er wolle doch ihr Verbündeter sein, sagt Özdemir. Höhnisches Lachen. Der Versammlungsleiter sagt, man solle dem Minister Respekt zollen, dass er sich wenigstens den Protesten stelle. Kaum eine Hand regt sich zum Applaus.

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