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Kulturpolitik

„Wir haben keine Fettschicht“: Wie sollen die Berliner Literaturhäuser mit weniger Geld auskommen?

Berlin ist eine Literaturstadt, die sich fünf Literaturhäuser leistet. Kürzungen im Kulturhaushalt werden sie empfindlich treffen. Die Betreiber sind alarmiert.

Cornelia Geißler
Cornelia Geißler
9 Min
Sonja Longolius (l.) und Janika Gelinek, vor einem Jahr im Literaturhaus Berlin (Li-Be) fotografiert, als sie fünf Jahre als Leiterinnen im Amt waren. Nun wird die Villa in der Fasanenstraße saniert.

Sonja Longolius (l.) und Janika Gelinek, vor einem Jahr im Literaturhaus Berlin (Li-Be) fotografiert, als sie fünf Jahre als Leiterinnen im Amt waren. Nun wird die Villa in der Fasanenstraße saniert.

© Sabine Gudath

Das Schlimmste ist im Moment das Geraune, sagt Sonja Longolius vom Literaturhaus. Die finanzielle Berliner Notlage zeigt sich vor Beschluss des neuen Haushalts in schlechten Botschaften, die Theatermacher und Orchestermusiker, Literaturveranstalterinnen und bildende Künstlerinnen erzittern lassen. Es kursieren Zahlen von acht bis zwölf Prozent an Kürzungen, gleichmäßig verteilt, konkretes gibt es nicht.

Der Etat von Joe Chialo, des Senators für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, beträgt innerhalb des Berliner Haushalts nur 2,5 Prozent, die Literatur gehört darin zu den geringsten Posten. Um die Größenordnung zu verstehen: Das Deutsche Theater allein erhielt 2023 Zuschüsse vom Land Berlin in Höhe von 31,9 Millionen Euro und schloss mit 3 Millionen Euro Verlust ab. Für die fünf Literaturhäuser der Stadt werden derzeit insgesamt knapp 4,6 Millionen Euro pro Jahr ausgegeben. Sie sind in großer Sorge.

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