Hayato Sumino, japanischer Pianist und YouTube-Star von 27 Jahren, verbindet auf seinem Album „Chopin Orbit“ Meisterwerke des Klavier-Romantikers mit eigenen Kompositionen. Im exklusiven Interview vor seinem Auftritt beim Berliner Classic Open Air am 9. Juli auf dem Gendarmenmarkt spricht Sumino mit uns darüber, was die Klassik heute noch kann – und was die KI mit ihr anstellen könnte.
Herr Sumino, wenn man den Titel Ihres aktuellen Albums „Chopin Orbit“ liest, wirkt es fast so, als besäße Chopins Musik ihre eigene Schwerkraft, wie ein Planet. Was macht Chopin für Sie auch heute noch so anziehend?
Nun, ich spiele Chopins Musik, seit ich sehr jung war. Manchmal fühlte ich mich ihr sehr nah, und manchmal war ich etwas weiter weg. Aber seine Musik stand immer im Zentrum meiner Musikalität. Sein ästhetisches Empfinden hat mich sehr beeinflusst – diese Schönheit, die zugleich eine sehr spontane Atmosphäre in der Stimmführung, der Harmonie und in allem anderen besitzt. Ich wollte etwas erschaffen, das auf Chopins Musik basiert oder besser noch: mit ihr verschmilzt.
Klassik
Hayato Sumino: „In ferner Zukunft werden Roboter sicher Klavier spielen können“
Der japanische Pianist Hayato Sumino spielt beim Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt. Ein Gespräch über Chopin, Gershwin, KI, sein Wundermittel Honig – und einen super Japan-Tipp.
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„Honig gibt mir Energie und Sicherheit“: Hayato Sumino
© Johanna Berghorn/Sony Music
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