Der Erfolg von „Heartstopper“, er ist ein Phänomen für sich: Einige (genauer gesagt: dreieinhalb) Jahre bevor sich Ende 2025 plötzlich alle (und vor allem die heterosexuelle) Welt für schwule und bisexuelle Eishockeyspieler und deren Sexleben begeisterte – bei „Heated Rivalry“ –, war auch „Heartstopper“ schon ein neuer Typus queeren seriellen Erzählens gelungen: im April 2022 mit der ersten Staffel auf Netflix. Oder im Grunde schon mit der Graphic-Novel-Vorlage von Alice Oseman, die sie 2018 im Selbstverlag herausbrachte. Inzwischen ist „Heartstopper“ ein globaler Erfolg – und einer der großen Hits des großen Streaminganbieters.
Doch was war bei „Heartstopper“ anders als bei allen (oder zumindest den allermeisten) anderen queeren Popkulturstoffen zuvor? „Heartstopper“ war keine Opfergeschichte. Zwar sind auch die Schüler Charlie Spring und Nicholas „Nick“ Nelson Mobbing ausgesetzt. Alles andere wäre ziemlich unrealistisch. Aber: „Heartstopper“ fokussiert nicht auf dieses Bullying, sondern auf das Lächeln, das die beiden einander ins Gesicht zaubern. Kitschalarm?
Streamingkritik
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Joe Locke (l.) und Kit Connor spielen Charlie Spring und Nick Nelson.
© Netflix
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