Augustat arbeitet seit über 20 Jahren bei Siemens. Nach einer Fahrzeugschlosser-Lehre im Reichsbahn-Ausbesserungswerk Schöneweide, einem Kraftwerkstechnik-Studium und einer Zwischenstation bei einem kleinen Cottbuser Kraftwerksanlagenbauer hatte er zur Jahrtausendwende im Gasturbinenwerk in der Huttenstraße angefangen. Nachdem Siemens im vorigen Jahr seine gesamte Energiesparte abgespalten hatte, heißt sein Arbeitgeber nun Siemens Energy. An der Arbeit in Moabit hat sich dadurch zunächst nichts verändert. Dort werden nach wie vor große Turbinen für Gaskraftwerke gebaut. Etwa für das erst vor neun Monaten angelaufene Vattenfall-Kraftwerk an der Marzahner Rhinstraße oder für jene Anlagen, an die die Täfelchen in Augustats Büro erinnern. „Die laufen alle noch“, sagt er. „Und in 20 Jahren auch noch.“
Berliner Industrie
Siemens will Hunderte Stellen in Berlin streichen
Energiewende ohne Heavy Metal aus Moabit? Die Belegschaft befürchtet den Ausverkauf einer Kerntechnologie und ein Ende auf Raten.
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Gasturbinenfertigung an der Berliner Huttenstraße.
© Siemens
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