In Heilbad Heiligenstadt, Landkreis Eichsfeld, ereignete sich am Mittwochmorgen ein grausamer Vorfall, der einen groß angelegten Polizeieinsatz zur Folge hatte. Gegen 6.30 Uhr wurde ein 39-jähriger Mann mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Bereich der Gartenstraße aufgefunden. Die Polizei geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Der Mann befand sich zunächst in einem kritischen Zustand. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er behandelt wurde. Am Nachmittag vermeldete ein Polizeisprecher, dass sein Zustand mittlerweile stabil sei.
Aufgrund erster Ermittlungen und einer Zeugenaussage richtete sich der Verdacht der Beamten gegen die Lebensgefährtin des Mannes. Die Polizei leitete eine groß angelegte Fahndung ein und setzte auch Spurensicherungsteams ein. Wenige Stunden später wurde eine tote Frau an einer nahegelegenen Bahnstrecke entdeckt. Nach der ersten Einschätzung der Ermittler handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die gesuchte Lebensgefährtin des Verletzten. Die Identität der Frau, die offenbar durch einen Zugunfall ums Leben kam, muss derzeit noch durch eine Obduktion bestätigt werden.
Die genauen Hintergründe der Tat sowie mögliche Zusammenhänge zwischen der schweren Verletzung des Mannes und dem Tod der Frau sind derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Laut bisherigen Erkenntnissen handelt es sich sowohl bei dem Mann als auch bei der Frau um deutsche Staatsbürger.
Bahnstrecke nach Leichenfund gesperrt
Durch den Leichenfund an der Bahnstrecke wurde der Zugverkehr zwischen Göttingen und Leinefelde in den Morgenstunden erheblich gestört. Die Linien RE1, RE3 und RE11 mussten zeitweilig unterbrochen werden, stattdessen wurde ein Pendelverkehr eingerichtet. Gegen Nachmittag konnte die Strecke wieder freigegeben werden.
Die Polizei Nordhausen hält sich mit weiteren Angaben aus ermittlungstaktischen Gründen noch zurück. Der Fall hat in der Region für große Aufmerksamkeit gesorgt, auch weil die Umstände und das Motiv der Tat noch unklar sind.
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