Kunstausstellung

Kunstgeschichte in Halle: Helga Paris' Werke kehren nach 40 Jahren zurück

Im Kunstmuseum Moritzburg reflektiert die Ausstellung „Helga Paris. Häuser und Gesichter“ die unvollendete Stadtgeschichte Halles in den 1980ern.

3 Min
Helga Paris (1938–2024) schuf mit ihren Schwarz-Weiß-Fotografien eindringliche Stadt- und Alltagsporträts der DDR.

Helga Paris (1938–2024) schuf mit ihren Schwarz-Weiß-Fotografien eindringliche Stadt- und Alltagsporträts der DDR.

© imago

Graue Fassaden, bröckelnder Putz, Gesichter im Vorbeigehen – Helga Paris hat Halle Mitte der 1980er-Jahre so fotografiert, wie es kaum jemand sehen wollte. 101 Schwarz-Weiß-Fotografien zeichnen das Porträt einer vom Verfall geprägten Stadt und zugleich ein Zeitdokument der späten DDR. Besonders prägnant ist der Kontrast zwischen den bröckelnden Altbauten und den Menschen, die Paris in ihnen begegnet. Halle erscheint darin nicht als repräsentative Bezirksstadt, sondern als lebendiger Ort voller Brüche, Eigenheiten und Geschichte. Im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) sind die Arbeiten von Helga Paris nun in einer aktuellen Ausstellung zu sehen.

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