Streik am Helios-Klinikum Berlin-Buch: An diesem Dienstag treten die dort tätigen Therapeuten für drei Tage in den Ausstand: Insgesamt 54 Ergo-, Physio- und Kreativ-Therapeuten sowie Logopäden fordern eine bessere Bezahlung. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilt, sind sie in einer Tochtergesellschaft angestellt, erhalten wesentlich weniger Gehalt bei längerer Arbeitszeit als vergleichbare Beschäftigte in Buch oder Therapeuten in anderen Krankenhäusern des Konzerns. Laut Verdi schließt ein Haustarifvertrag, der zum Beispiel für Kollegen des Emil-von-Behring-Krankenhauses in Zehlendorf gilt, die Therapeuten in Buch nicht ein.
Die Gewerkschaft wirft der Arbeitgeberseite vor, die Verhandlungen über eine angepasste Bezahlung zu verschleppen. „Helios prognostiziert in diesem Jahr Millionengewinne, da muss auch für die Beschäftigten Geld da sein“, sagt Gisela Neunhöffer, Verhandlungsführerin für Verdi. Physiotherapeutin Jenny Preuß verweist darauf, dass etliche Kollegen das Klinikum verlassen, um sich beruflich neu zu orientieren. Unter den derzeitigen Bedingungen „können wir nicht ausreichend Kolleginnen und Kollegen finden, um die Patientenversorgung abzusichern“. Die Beschäftigten haben für die drei Streiktage Aktionen angekündigt. Unter anderem am Mittwoch vor der Helios-Zentrale in Berlin-Mitte.
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