Wir müssen los. Es ist Zeit. Es ist Nacht. Wetterleuchten. Nicht wirklich, aber ich bin ein Zauberer, also flackern die Adern des Himmels. Seit Ewigkeiten bin ich nicht Auto gefahren, drum hab ich Jessie und Ninono bei mir, zwei junge Menschen aus meinem letzten, sehr grandiosen Roman, „Wer hat uns je geliebt?“, Berlin Verlag, 25 Euro. Um nicht allein zu sein. Um wen zum Plaudern zu haben. Gegen die Angst. Wir fahren nach Bayreuth. Schwerer Regen prasselt auf die Windschutzscheibe. Ich wollte niemals nach Bayreuth.
Essay
„Ja, ich hatte was mit ihm“: Helmut Krausser über Richard Wagner
Auf einer nächtlichen Gewitterfahrt nach Bayreuth stellt sich Helmut Krausser dem Komponisten, vor dem er ein Leben lang davongelaufen ist. Er verhandelt Wagners Größe, seinen Antisemitismus und die rauschhafte Gewalt des „Parsifal“.
Helmut Krausser
13 Min
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Denkmal für Richard Wagner am Festspielhaus Bayreuth
© IDwi Anoraganingrum/imago
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