Beim morgendlichen Gang zur S-Bahn lässt es sich nicht mehr ignorieren: Die Berliner Luft wird rauer und kälter. Auch wenn es Mitte Oktober noch ohne geht, stellt sich die Frage nach den Winteraccessoires nun schon etwas dringlicher. Welche Mützen, Stiefel und Schals sind dieses Jahr angesagt?
Stiefel: Schokobraun und hoch
Auf den Laufstegen für Herbst und Winter 2026/27 fallen vor allem kniehohe Lederstiefel und zurückhaltendere Varianten des Western- und Reitstiefels auf. Statt auffälliger Verzierungen genügen eine klare Form, eine leicht kantige Spitze oder ein kleiner Absatz. Das liegt vor allem daran, dass die Designer sich kollektiv auf einen Abgesang der Hose geeinigt zu haben scheinen. Stattdessen stehen in dieser und der kommenden Saison alle Zeichen auf Röcken.
Streetstyle in Mailand: Eine Frau trägt karamellfarbene Lederstiefel von Fendi.
© Igor Zakirov/Imago
Und was passt zu Röcken im Winter? Klar, Stiefel! Farblich rücken Kastanien- und Cognacbraun nach vorn. Das passt zum Wollmantel ebenso wie zur Jeans. Wer mehr Drama möchte, kann zu einem hohen Schaft oder einer geprägten Oberfläche greifen.
Mütze: Wir ziehen den Hut!
Die Matrosenmütze und der Pillbox-Hut tauchen im Herbst und Winter 2026/27 in wärmender Funktion wieder auf. Ihr fester Sitz und die klare Form geben selbst einem schlichten Outfit eine Portion Stilbewusstsein. Zugegeben, die Ohren bleiben hier, auch bei den winterlichen Wollvarianten, frei.
Rozalia Chrominska bei der Marimekko-Modenschau in Kopenhagen
© Bertrand-Hillion Marie-Paola/ABACA/Imago
Am besten funktioniert der Look, wenn der Rest des Outfits nicht ebenfalls nach Marine aussieht: Lederjacke statt Streifenshirt, dunkler Wollmantel statt Uniform. Und wenn es richtig kalt wird? Dann hat die Strickmütze ihren Auftritt keineswegs verloren.
Schal: Gleich integriert
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Sweater Weather: Unsere Fundstücke aus Wolle und Kaschmir
Schlechte Zeiten für Wollschals: In dieser Saison setzen die Modehäuser alles auf Seidentücher. Diese sind als Wärmeschutz allerdings nur bedingt geeignet, weswegen die Mäntel die eigentliche Funktion der Schals übernehmen. Sie kommen mit Stehkragen, auch „Funnelneck “genannt, daher, oder haben gleich einen Schalkragen ins Design integriert.
Jil Sander setzt für Herbst/Winter 2026/2027 auf hohe Stehkrägen.
© Agence / Bestimage/Imago
Die einfachste Neuerung kostet nichts: einen vorhandenen Schal anders binden. Wer Farbe möchte, findet neben den ruhigen Brauntönen auch leuchtendes Blau und sattes Rot in den Kollektionen der Saison. Stylingtrick: Ein bunter Schal reicht, um einem dunklen Mantel eine andere Richtung zu geben. Der Berliner Herbst kann grau bleiben. Die Kleidung muss es nicht.
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