Zweite Liga

Hertha BSC: Abwehrmann Kempf lässt die Blau-Weißen auf dem Betzenberg jubeln

Hertha hat beim 2:1-Sieg in Kaiserlautern zunächst große Probleme, dann korrigiert Coach Dardai seine Aufstellung - und alles wird gut.

BLZ
3 Min
Die Profis von Hertha BSC jubeln auf dem Betzenberg.

Die Profis von Hertha BSC jubeln auf dem Betzenberg.

© Huebner/Imago

In einem über weite Strecken ziemlich packenden Zweitligamatch hat die Mannschaft von Hertha BSC am Samstagnachmittag beim Gastspiel in Kaiserslautern einen 2:1-Auswärtserfolg erzielt. Dabei konnten die Berliner eine über 30 Minuten währende Überzahlsituation doch noch zu ihrem Vorteil nutzen, nämlich in Gestalt von Innenverteidiger Marc Oliver Kempf, der in der 82. Minute nach einem Eckstoß den Ball über die Linie drückte. Die Folge: Die Blau-Weißen werden zwar das von Trainer Pal Dardai gesteckte Weihnachtsziel, nämlich der Sprung auf Platz vier, verpassen, sind mit 24 Punkten aber wieder in Reichweite der Tabellenspitze. 

Wie angekündigt, hatte Dardai tatsächlich kräftig rotiert. So saß Fabian Reese, der am Mittwoch beim Pokalerfolg gegen den Hamburger SV noch der alles überragende Mann gewesen war, erst einmal auf der Bank. Auch Stoßstürmer Haris Tabakovic bekam eine kleine Verschnaufpause, für ihn durfte Smail Prevljak ran, während Martin Winkler auf dem linken Flügel für Reese wirbeln sollte.

Zu wenig Energie in den Angriffssituationen

Im Nachhinein muss der Verzicht auf zwei Leistungsträger bei der Formierung einer Startelf allerdings als Fehler erachtet werden. Die kriselnden Gastgeber hatten nämlich im ersten Spielabschnitt keine allzu große Mühe, die Angriffe der Hauptstädter ins Leere laufen zu lassen. Zu wenig Energie war in der Aktionen der Herthaner, zu ungenau das Passspiel, um über 45 Minuten hinweg auch nur einmal gefährlich vors Tor des FCK zu kommen. 

Schließlich gestattete man den Roten Teufeln auch noch den Führungstreffer. Und das schon nach 17 Spielminuten, als nach einem Eckstoß von Tymoteusz Puchacz der Ball über ein paar Umwege und über die Brust von Toni Leistner bei Almamy Touré landete. Kaiserslauterns Abwehrspieler nutzte die Einladung mit einem artistischen Abschluss zum 1:0.

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In Anbetracht der Probleme machte Dardai in der Halbzeitpause eine Rolle rückwärts, brachte Reese (für Derry Scherhant), Tabakovic (für Prevljak), aber auch Gustav Christensen (für Winkler) ins Spiel. Und siehe da: Fast alles wurde besser - im Besonderen das Angriffsspiel.

In der 49. Minute brachte sich Reese gleich mal als Vorlagengeber ein, mit einem weiten Einwurf, der vom FCK nicht sauber geklärt werden konnte, sodass Jonjoe Kenny den Ball per Kopf wieder vors Tor bringen konnte. Und da glückte Florian Niederlechner per Fallrückzieher ein Traumtor zum 1:1.

Aremu sieht die Rote Karte

Nach der Roten Karte gegen den zur Halbzeit eingewechselten Afeez Aremu (59.), der im Mittelfeld mit gestrecktem Bein in Kniehöhe gegen Pascal Klemens in den Zweikampf gegangen war, erhöhten die Herthaner weiter den Druck. Dabei hatte der bereits erwähnte Kenny vorläufig die beste Chance zum 2:1 auf dem Fuß. In der 79. Minute kam der Rechtsverteidiger im Strafraum zum Abschluss, schoss scharf Richtung Torwinkel, doch Keeper Julian Krahl parierte mit einem Klasse-Reflex.

Drei Minuten später allerdings hatte Kempf seinen großen Glücksmoment, als er nach einem Abschluss von Niederlechner und einer weiteren Parade von Krahl für einen Abstauber an der richtigen Stelle stand. 

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