Medienberichten zufolge plant der US-Investor Phil Murphy den Erwerb der Mehrheitsanteile an Hertha BSC. Der 68-Jährige war von 2009 bis 2013 unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama Botschafter der Vereinigten Staaten in Berlin und kennt sowohl die Stadt als auch den Verein seit Jahren.
Murphy soll demnach bereits vor einiger Zeit Kontakt zu Herthas Präsidiumsmitglied Ralf Thaeter aufgenommen haben. Phil Murphys erklärtes Ziel sei es, aus dem aktuellen Zweitligisten wieder einen Bundesligaklub mit europäischer Perspektive zu formen.
Hertha hat Veto-Recht
Die 78,8 Prozent der Anteile an der Hertha-KGaA liegen derzeit beim US-Versicherungsunternehmen A-Cap. Dieses hatte die Beteiligung vom vorherigen Investor 777 übernommen, der in finanzielle Schieflage geraten war. 777 wiederum hatte die Anteile im Jahr 2023 zunächst zu 64,7 Prozent von Lars Windhorst gekauft. Windhorst war 2019 bei Hertha eingestiegen und hatte insgesamt 374 Millionen Euro für seine Beteiligung an dem Berliner Klub gezahlt.
Der vermögende US-Amerikaner Murphy war bis Januar 2026 Gouverneur des US-Bundesstaates New Jersey und gilt international als angesehen. Zudem werden ihm enge Verbindungen in das globale Fußball-Geschäft nachgesagt.
Hertha hat im Verkaufsprozess keine Mitsprache. Jedoch hat der Klub ein Veto-Recht, falls ein möglicher Käufer bestimmte Klub-Prinzipien nicht erfüllt.
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