Alexandra Hildebrandt, Chefin des Mauermuseums und Initiatorin des Mauermahnmals am Checkpoint Charlie, gibt nicht auf. Eine Woche vor der geplanten Räumung des Geländes mit den 1 065 Holzkreuzen kündigte sie an, sie wolle weltweit Spenden sammeln, um das Grundstück, auf dem die Kreuze stehen, von der Bankaktiengesellschaft (BAG) zu kaufen. Die Bank habe zugesagt, das Areal für 36 Millionen Euro an das Museum zu verkaufen. Allerdings hält die BAG an der für den 5. Juli angekündigten Räumung fest, wenn das Geld nicht bis zum 4. Juli vorliegt.Dass sie innerhalb einer Woche 36 Millionen Euro zusammenbekommt, glaubt Alexandra Hildebrandt nicht. Sie hofft aber, in den nächsten Tagen so viele Zusagen und Geld zu sammeln, dass die Bank doch von einer Räumung absieht. Hildebrandt sagte, sie habe Stiftungen kontaktiert, außerdem George W. Bush angeschrieben. Zudem habe Johannes von Thadden, Bundesgeschäftsführer der CDU, zugesagt, mit der BAG über eine Verschiebung der Räumung zu sprechen. Sie rief dazu auf, Geld aufs Konto der Stiftung Rainer Hildebrandt in der Schweiz (Konto 2.265.681.200, IBAN Nr. CH 68 08 52 02 26 56 81 00 20 0) zu überweisen. Das ist allerdings teuer, Überweisungen in die Schweiz kosten üblicherweise mindestens zehn Euro Gebühr.Die zuerst für den 4. Juli geplante Räumung wurde auf den 5. verschoben - aus Respekt vor den US-Amerikanern, die am 4. ihren Unabhängigkeitstag feiern. Mitglieder der Republikanischen Partei sowie Michael Inacker, Direktoriumsmitglied von DaimlerChrysler, hatten für eine Verschiebung plädiert. Bei der Räumung will Hildebrandt zugegen sein: "Ich habe aber nicht vor, mich an ein Kreuz zu ketten oder in Hungerstreik zu treten." (eds.)
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