Die Museumskreuzung in Dessau wird ab Mitte der 1980er-Jahre plötzlich zum Schauplatz eines wundersamen Spektakels: Gruppen auffallend gekleideter Jugendlicher umrunden portable Musikspieler. Sie tragen bunte, improvisiert kombinierte Kleidung, bemalte Shirts und Kapuzenpullover, schlackernde Trainingshosen mit aufgenähten Streifen im Adidas-Stil und Turnschuhe. Was aber noch mehr auffällt: Sie tanzen. Und wie! Sie wirbeln über den Boden, balancieren auf Kopf oder Hand, um dann wieder mit mechanisch anmutender Körperkontrolle abgehackte und roboterhafte Bewegungen auszuführen. Wofür vielen Passanten das Verständnis, aber vor allem ein Begriff fehlt, trägt den Namen Breakdance.
Subkultur
HipHop als immaterielles Kulturerbe? Eine Dessauer Initiative arbeitet daran
Als die Street Culture in den 1980er-Jahren die DDR erreichte, schwankten die Behörden zwischen Repression und Vereinnahmung. In der Bauhausstadt besonders.
Benedikt Kendler (Dublette)
11 Min
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Die HipHopper von einst. Ihr Ziel: DDR-HipHop soll zum immateriellen Kulturerbe ernannt werden. Rechts: Joerg Schnurre.
© Hartmut Boesener
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