Kasachstan gewinnt geopolitisch an Bedeutung, doch die Geschichte des zentralasiatischen Landes ist in Europa noch wenig bekannt. In seinem neuen Buch „Geschichte Kasachstans“ beleuchtet der Osteuropahistoriker Robert Kindler die Entwicklung des Landes, von den nomadischen Gesellschaften der eurasischen Steppe über die stalinistische Hungersnot und sowjetische Deportationen bis zur Unabhängigkeit 1991. Im Interview erklärt er, warum die Aufarbeitung dieser Vergangenheit schwierig ist und welche Rolle historische Erinnerung für die nationale Identität Kasachstans spielt. Zudem spricht er über das sensible Verhältnis zu Russland.
Zentralasien
Historiker über Kasachstan: „Sie verstanden sich als Herrscher der Steppe“
Kasachstans Geschichte ist stark vom Nomadenleben, von sowjetischer Repression und dem Ringen um nationale Identität geprägt. Ein Interview.
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Die jahrhundertelange Nomadentradition ist in Kasachstans Selbstbild fest verankert. Der Mangel an schriftlichen Quellen macht die Erforschung allerdings komplex.
© xDreamstimexDimaberku/imago
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