Krimineller Wochenrückblick

Hitlerfans in Berlin: Rechtsextreme Straftaten auch in dieser Woche

In der zurückliegenden Woche ging es in Berlin wieder brutal zu. Unsere Crime-Reporterin zieht Bilanz. Der kriminelle Wochenrückblick.

2 Min
Elon Musk soll den Hitlergruß gezeigt haben.

Elon Musk soll den Hitlergruß gezeigt haben.

© San Diego U-T/ZUMA Press Wire/dpa

Immer wieder stehen Prominente im Verdacht, den Hitlergruß zu zeigen. Bekannte Namen in diesem Zusammenhang sind Melanie Müller – Dschungelkönigin 2014 – sowie Elon Musk – Tesla-Chef und Trump-Kumpel. Müller wurde 2024 zu einer Geldstrafe wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verurteilt. Musk zeigte seine Geste in Washington, D.C., musste also keinerlei Strafverfolgung in Deutschland befürchten. Auch in Berlin kommt es immer wieder zu Straftaten mit NS-Bezügen – auch in dieser Woche.

So nahmen am Mittwochabend Polizisten in Neukölln einen Mann fest, der eine verfassungsfeindliche Parole gerufen hatte. Nach bisherigen Erkenntnissen und Zeugenangaben hielt sich der Mann gegen 18 Uhr in einem Café an der Emser Straße auf und soll dort Streit angezettelt und gepöbelt haben. Nachdem ihn dann laut Polizei ein Mitarbeiter des Cafés nach draußen verwiesen hatte, soll der 65-Jährige, offenbar stark betrunken, die Worte „Heil Hitler“ gerufen haben. Ein Atem-Alkoholtest scheiterte, weil der Mann aufgrund einer Erkrankung nicht ordnungsgemäß pusten konnte.

Schmiererei an jüdischer Gedenktafel in Berlin-Mitte

Am Donnerstagmittag kam es dann zu einem waschechten Hitlergruß. Zumindest sieht es ganz danach aus: Laut Polizei hob ein Mann in Friedrichshain in der Straße An der Schillingbrücke den rechten Arm, nachdem die Einsatzkräfte einen Platzverweis gegen ihn ausgesprochenen hatten. Nach seiner Festnahme ergab ein Atem-Alkoholtest einen Wert von rund 1,7 Promille.

Eine weitere Straftat mit mutmaßlich antisemitischen Bezügen wurde ebenfalls am Donnerstagmittag bemerkt. Eine Passantin meldete der Polizei gegen 13 Uhr einen mit Farbe aufgetragenen Stern mit einem Gesicht an der Fassade eines Mehrfamilienhauses in der Max-Beer-Straße. Die Schmiererei befand sich unterhalb einer Gedenktafel für einen ehemaligen jüdischen Mitbürger. Ein Zusammenhang mit der Tafel kann laut Polizei nicht ausgeschlossen werden. Die Schmiererei wurde unkenntlich gemacht. Der Staatsschutz ermittelt.

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