Die Sorge vor Einschränkungen bei französischen Atomkraftwerken treibt die Strompreise in Frankreich nach oben. Wie das Handelsblatt berichtet, befürchten Marktteilnehmer wegen der anhaltenden Hitzewelle, dass steigende Flusstemperaturen die Stromproduktion einzelner Reaktoren beeinträchtigen könnten. Besonders im Fokus stehen Kraftwerke entlang der Rhône und der Garonne, die ihr Kühlwasser aus Flüssen beziehen.
Die Entwicklung weckt Erinnerungen an frühere Hitzesommer – und an eine Debatte, die auch Deutschland betraf. Im vergangenen Juli führte der norwegische Stromanbieter Tibber stark steigende Strompreise in Deutschland unter anderem auf hitzebedingte Drosselungen französischer Atomkraftwerke zurück. Zeitweise wurden Preise von bis zu knapp 80 Cent pro Kilowattstunde erwartet. Zum Vergleich: Im Juni lag der Durchschnittspreis bei Tibber bei rund 30 Cent pro Kilowattstunde. Könnte sich ein solcher Effekt nun erneut zeigen?
Energiepreise
Hitzewelle trifft Frankreichs AKW: Steigen jetzt die Strompreise in Deutschland?
Wegen der Hitze wachsen die Sorgen um Frankreichs Atomkraftwerke. Experten erklären, wie Atomstrom-Importe den deutschen Markt beeinflussen.
6 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Wegen der aktuellen Hitzewelle wachsen in Frankreich die Sorgen, dass Atomkraftwerke gedrosselt werden müssen.
© Berit Kessler/Zoonar/imago
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*