Es heißt nicht Windrad, sondern Höhenwindturm. Denn es ist ein Bauwerk der Superlative: 365 Meter hoch, drei Meter kleiner als der Fernsehturm, 65 Meter höher als der Eiffelturm. Noch diese Woche soll das Windrad im brandenburgischen Schipkau seine endgültige Höhe erreichen – wenn das Wetter mitspielt.
Dafür baut die Dresdner GICON-Gruppe im Auftrag der beventum GmbH seit Wochen den Riesen auf einer Freifläche in Südbrandenburg sozusagen Turm-in-Turm. Der äußere, massive Stahlgitterturm gilt als Gerüst und Führung, in dem ein schlankerer Innenturm samt vormontierter Turbine über ein spezielles Litzenhubsystem mechanisch nach oben geschoben wird. Passen die Bedingungen, wächst der Turm um neun Meter in der Stunde. Es ist ein Teleskopprinzip des verstorbenen Leipziger Ingenieurs Horst Bendix. Nach dem Erreichen der endgültigen Höhe muss der Innenturm dauerhaft fixiert werden.
Windenergie
Höher als der Eiffelturm: In Brandenburg wächst das höchste Windrad der Welt
Noch nie wurde Windenergie in solcher Höhe geerntet. Das Projekt der Dresdner Firma GICON soll im brandenburgischen Schipkau Strom für 30.000 Menschen liefern.
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Das Schipkauer Windrad steht auf „Augenhöhe“ mit dem Berliner Fernsehturm und überragt den Eiffelturm deutlich.
© Ostdeutsche Allgemeine
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*