Hoher Zuspruch im Ostteil

NPD gewinnt bei Jung-Wählern

Christine Richter
2 Min

Bei der letzten Abgeordnetenhauswahl im September 2006 konnte die NPD die Zahl der Jung-Wähler im Vergleich zur Wahl 1999 deutlich erhöhen. 2006 wählten 5,1 Prozent der 18- bis 25-jährigen Wahlberechtigten die rechtsextreme NPD, im Jahr 1999 waren es 2,8 Prozent dieser Altersgruppe. Dies geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Matthias Brauner hervor. Insgesamt kam die NPD 2006 auf 2,6 Prozent der Stimmen.5,1 Prozent der 18- bis 25-Jährigen entspricht 5 000 Berlinern, die bei der NPD ihr Kreuz machten. Bei der Abgeordnetenhauswahl 1999 waren es rund 3 400 Jung-Wähler (2,8 Prozent). Für die Abgeordnetenhauswahl 2001 liegen keine Daten vor, da wegen der vorgezogenen Neuwahl keine Zeit geblieben sei, eine repräsentative Wahlstatistik vorzubereiten, teilte der Senat mit.2006 wählten 2,9 Prozent der 18- bis 25-jährigen Frauen und 7,3 Prozent der gleichaltrigen Männer NPD. Unterscheidet man nach Ost- und West-Berlin, so kam die NPD im Ostteil auf 7,1 Prozent der Jung-Wähler (4,5 Prozent der jungen Frauen, 9,8 Prozent der jungen Männer) und im Westteil auf 3,4 Prozent (1,6 Prozent der jungen Frauen, 5,2 Prozent der jungen Männer). Damit lag der Anteil der NPD im Ostteil mehr als doppelt so hoch wie im Westteil Berlins. (cri.)

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