Wie seine Mitbewohnerin Gerda Dänekas dem Evangelischen Pressedienst bestätigte, sei Weinberg am Morgen „ganz ruhig und friedlich“ in seiner Wohnung „eingeschlafen“.
Weinberg wurde am 7. März 1925 als Sohn einer jüdischen Familie im ostfriesischen Rhauderfehn geboren. Er überlebte die Konzentrationslager Auschwitz, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen sowie mehrere Todesmärsche. Seine Familie wurde von den Nationalsozialisten fast vollständig ermordet.
Bundesverdienstkreuz aus Protest zurückgegeben
Nach dem Krieg wanderte Weinberg in die USA aus. 2012 kehrte er gemeinsam mit seiner Schwester in seine ostfriesische Heimat zurück. Seither sprach er regelmäßig vor Schulklassen über die Schrecken des Nationalsozialismus.
Für sein Engagement als Zeitzeuge wurde Weinberg vielfach geehrt, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz. Diese Auszeichnung gab er im vergangenen Jahr jedoch aus Protest gegen politische Entwicklungen in Deutschland zurück.
In seinem Geburtsort Rhauderfehn trägt eine Schule seinen Namen. Zudem war er Ehrenbürger der Stadt Leer.
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