Nie frieren und nach der Arbeit zur Safari - mit solchen Vorzügen wirbt Namibia bei deutschen Arbeitnehmern, zeitweise aus dem südafrikanischen Land zu arbeiten. Namibias Präsident Hage Gottfried Geingob wolle mit dem sogenannten Digitalnomaden-Visum Deutschen die Möglichkeit geben, bis zu sechs Monate in seinem Land zu leben, berichtet die „Bild“-Zeitung (Samstagsausgabe). Voraussetzung sei, dass sie von dort aus dem Homeoffice arbeiten.
„Unser Präsident möchte viele Deutsche willkommen heißen“, sagte die Vorsitzende des ans Präsidentenbüro angegliederten Namibian Investment Promotion and Development Board (NIPDB), Nangula Uuandja, der „Bild“. „Wir haben viel Platz.“ Die einstige deutsche Kolonie sei „ein Stück weit Deutschlands Zwilling in Afrika“. Bei Touristen ist das Land wegen seiner Tierwelt, spektakulären Landschaften und guten Sicherheitslage beliebt.
Keine Blackout und keine Heizkosten zu befürchten
Uuandja beschreibt weitere entscheidenen Vorteile: „Ihr (...) braucht keine hohen Heizkosten zu fürchten wie in Deutschland!“ Anders als in der Bundesrepublik drohe auch kein Blackout. „Wir haben immer Strom!“ Außerdem sei Deutsch im einstigen „Deutsch-Südwestafrika“ anerkannte Regionalsprache.
Blackout: So bereiten Sie sich auf Tage ohne Strom vor
Teilnehmer des Programms müssen laut Uuandja ein Monatseinkommen von über 2000 Dollar (1895 Euro), ein Führungszeugnis und einen homeoffice-tauglichen Arbeitsplatz nachweisen. Sie müssen außerdem auch für Familienangehörige einen Einkommensnachweis erbringen: 1.000 Dollar für den Ehepartner, 500 Dollar pro Kind).
Die Regierung rechne angesichts von Deutschlands Energiekrise mit tausenden Interessenten, berichtete die „Bild“.
Eine Obergrenze für die Teilnehmerzahl des Programms ist dem Bericht zufolge zunächst nicht vorgesehen. Heinrich Hafeni von der Regierungspartei Swapo sagte der „Bild“, Namibia wolle die Beziehungen zu Deutschland „auf ein neues Niveau heben“. Über die Energiekrise in Deutschland sei er „erstaunt“ gewesen. „Wir helfen gern und freuen uns auf den Austausch“, sagte Hafeni der „Bild“.
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