Erst Mitte September wurden sechs winzige Küken in einem Karton in Weißensee ausgesetzt, berichtet das Tierheim. Die Tiere mussten für einige Wochen aufgepäppelt werden – sie wurden mit einer Wärmelampe und einem speziellen Futter versorgt. Es ist nur einer von mehreren Fällen, die zur Hühner-Flut führten. Schon im Juli mussten fünf der Tiere vom Balkon einer Lichtenberger Plattenbauwohnung befreit werden. Sie waren dort in zwei Pappkartons untergebracht und wurden wohl zum Essen gehalten, sagte Tierheim-Sprecherin Beate Kaminski der Berliner Zeitung. Der Zustand der Tiere war katastrophal. „Weil sie in den Pappkartons leben mussten, waren die Hühner großem Stress ausgesetzt. Deshalb haben sie sich gegenseitig verletzt.“ Mehreren der Tiere fehlen deshalb Federn, eines muss einen Verband am Fuß tragen, weil sich ein Abszess gebildet hat. „Man kann den Begriff artgerechte Haltung hier nicht im geringsten in den Mund nehmen“, sagte Kaminski.
Tierschützer warnen
Hühner-Notstand im Tierheim
Das Federvieh wird beliebter, doch artgerecht können die Tiere nur selten gehalten werden. Deshalb werden immer mehr Hühner sichergestellt.
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Dieses Huhn wurde gemeinsam mit fünf anderen von einem Balkon in Lichtenberg befreit.
© Tierheim Berlin
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