Hunde werden für den Polizeidienst trainiert

Mit einem Vierbeiner auf Verbrecherjagd

BLZ
3 Min

Hunde sind eigentlich dumm, weil sie nicht alles verstehen, was man ihnen sagt", berichtet der Ausbilder. "Man muss ihnen alles beibringen." In der Hundesportschule in Ruhleben werden Schäferhunde, Rottweiler und Riesenschnauzer für den Polizeidienst ausgebildet. Danach werden sie für ganz verschiedene Tätigkeiten bei der Polizei eingesetzt. Einige sind darauf spezialisiert, Leichen zu finden, andere Sprengstoff oder Drogen. Auch in der Verbrechensbekämpfung sind Hunde Partner von Polizisten.Bevor die Hunde bei einem Züchter gekauft werden, müssen sie bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllen. Dazu gehört beispielsweise, dass sie ohne Furcht auf jemanden losgehen, der sie mit einem Stock angreift. Wenn Hunde Furcht vor einem Angreifer zeigen, sind sie für den Einsatz bei der Polizei nicht tauglich. "Sie könnten in gefährlichen Situationen zögern", erklärt der Ausbilder. Bestehen die Vierbeiner ihre "Aufnahmeprüfung", besuchen sie einen Grundlehrgang. Ihnen wird dort unter anderem beigebracht, immer bei Fuß zu gehen oder auf das Kommando "Sitz" zu hören. Die Hundeführer nehmen ihr Tier mit nach Hause und betreuen es selbst. Das ist wichtig, damit der Hund dem Besitzer vertraut. Für die Verpflegung gibt es einen monatlichen Zuschuss, der Hund ist steuerfrei und der Besuch beim Tierarzt kostenlos. Polizeihunde dürfen auch keine Jungen bekommen. Die Tiere haben einen Marktwert von 30 000 bis 40 000 Mark. Ein Hundeführer ist am Tage oder in der Nacht mit seinem Hund auf Streife. Entdeckt er eine Straftat, darf der Polizist den Hund erst dann auf eine Person hetzen, wenn er sicher ist, dass die Person wirklich eine Straftat begangen hat.Auf dem Übungsplatz können wir miterleben, was die Hunde in ihrer "Schulzeit" lernen und wie sie trainiert werden. Auf dem Platz stehen Übungswände, die zwei Häuserwände darstellen sollen. Die in der Nähe vorbeifahrenden S-Bahnen erzeugen Lärm. Bei der ersten Übung muss der Hund immer am linken Knie bleiben, egal ob sich der Hundeführer unerwartet nach rechts oder rechts abdreht oder eine ganze Drehung macht. Danach soll sich der Hund so lange nicht auf dem Platz bewegen, bis er gerufen wird. Der Hundeführer geht hundert Meter weit weg und ruft ihn dann. Er kommt sofort angerannt. Dann wird ein Angriff auf den Hundeführer simuliert. Der vermeintliche Angreifer trägt einen Spezialarm, damit sich der Hund darin verbeißen kann.Holzarm als BelohnungAls der Angreifer auf den Hundeführer losgeht, greift der Hund auf Befehl seines Herrn ein. Er verbeißt sich in den Arm und lässt erst wieder los, als er den Befehl dazu erhält. Dann wird die Festnahme eines vermeintlichen Einbrechers geübt. Als dieser flüchten will, wird der Hund hinterhergehetzt. Als er den Einbrecher erwischt, beißt er sich abermals in den Holzarm fest, bis der Hundeführer den Einbrecher festnimmt. Den Holzarm darf der Hund dann als Belohnung behalten. (Emmanuel Yeboah, Klasse 9.2, Lina-Morgenstern-Oberschule, Kreuzberg)

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