Pfaueninsel

„Ich möchte einfach Geschichten erzählen“: Der stille Gärtner der Pfaueninsel erobert Social Media

Mark Wieland zog mit 18 als Gärtner-Azubi auf die Insel in der Havel. Nun, mit 23, teilt er die Geheimnisse des Berliner Kleinods.

Matthias Zachel
13 Min
Mark Wieland hat drei Jahre auf der Pfaueninsel gewohnt. Mittlerweile kommt er nur noch zum Arbeiten hierher.

Mark Wieland hat drei Jahre auf der Pfaueninsel gewohnt. Mittlerweile kommt er nur noch zum Arbeiten hierher.

© Lauryn Zoe Hinsch für Berliner Zeitung

Wer zu ihm will, muss auf ein Boot steigen. Ein leichter Wellengang auf der Havel, Stille, bis auf den Wind, der leise in den Blättern raschelt. Dann vibriert es unter den Füßen, wenn der Motor  anspringt und die Fähre dorthin übersetzt, wo Mark Wieland arbeitet und drei Jahre lang gelebt hat: auf die Pfaueninsel.

An der Anlegestelle gegenüber empfängt er gewöhnlich seine Freunde und Besucher. Ein großgewachsener junger Mann, ein freundlicher, abwartender Blick. Ruhig und bedächtig wird man von ihm auf der Pfaueninsel begrüßt. Schnell ist klar, dass Wieland niemand ist, der den Raum an sich reißt.

Und doch ist er nun gefragt, denn es ist eine altbekannte Situation für ihn: den privaten Fremdenführer spielen in einer Welt, die er so gut kennt wie nur wenige andere Menschen. „Es kamen immer wieder ähnliche, aber auch kreative Fragen“, erzählt Wieland. So kam ihm eine Idee. „Man könnte doch zeigen, wie es hier ist, wenn man nicht hier sein kann“, beschreibt er seinen Gedanken. Seit einem halben Jahr dreht er Kurzvideos für Instagram und TikTok und präsentiert darin Einblicke in sein Leben als Inselgärtner.

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