--Ein Dienstleistungsbüro, das nur im Inter-net existiert, Impfstoffe mit mikroskopisch kleinem Goldkern, Mikrosensoren, die un-sichtbares Licht aufspüren High-Tech-Pro-dukte und Innovationen aus Berlin und Bran-denburg, die am kommenden Wochenende auf den Innovationstagen 99 im Siemens-Hauptgebäude zu besichtigen sind.Rund 60 Aussteller aus den Bereichen Mikrotechnologie, Elektronik, Biotechnologie, Solartechnik und Automation verdeutlichen, über welches Innovationspotenzial die Region Berlin-Brandenburg verfügt. Zahlreiche Jung-unternehmen vermitteln Einblicke in innovative Geschäftskonzepte. Vertreten sind ebenfalls die Technologieförderinstitutionen der Länder Berlin und Brandenburg sowie die Kre-ditinstitute und Landesbanken, die potenziel-len Unterehmensgründern Finanzierungs-konzepte vorstellen. "Wir wollen veranschau-lichen, wie innovative Unternehmen gegründet werden und welche Möglichkeiten der Unter-stützung und Förderung es gibt", umreißt Veranstaltungsleiter Christoph Borchelt von der Medien- und Service KG das Ziel der zweitägigen Messe. Borchelt rchnet mit rund 3 000 Besucher, die in den Diskussionsrun-den, Foren und Seminaren aktiv mitwirken können. Die Innovationstage verstehen sich als Erweiterung und Vertiefung der traditio-nellen Existenzgründertage. "Wer sich bei den Gründertagen im Mai über die Rechtsform einer Unternehmensgründung informiert hat, kann dann im September auf den Innovations-tagen beispielsweise genau erfahren, wie denn die Technologieförderung praktisch funk-tioniert", meint Borchelt.Die Innovationstage sind keine klassische Gründermesse, betont auch Sven Weickert von der Vereinigung der Unternehmensver-bände Berlin und Brandenburg (UVB), die für das Programm verantwortlich zeichnet. "Wir wollen nicht das Einmaleins der üblichen Un-ternehmensgründung vermitteln, sondern den Weg zu innovativen Firmen." Deshalb richte sich die Veranstaltung zuerst an Studenten, Wissenschaftler und Absolventen der Univer-sitäten und Hochschulen in Berlin und Bran-denburg, um sie zur Selbstständigkeit zu er-mutigen. Zielgruppe sind aber ebenso junge High-Tech-Firmen, die sich in der Wachstums-phase befinden. High-Tech-Unternehmen leben in besonde-rem Maße vom schnellen Transfer von Wissen-schaftsergebnissen in die Wirtschaft. Wie man zu innovativen Produktideen kommt und sie erfolgreich umsetzt, auch darauf wollen die Innovationstage Antworten geben. "Innovative Unternehmen brauchen die Verbindung zu anderen Firmen, zu Wissenschaftseinrich-tungen und Forschungsverbünden. Ihre Grün-dung verlangt ebenso spezielle Finanzierungs-modelle, eben all das, was sich hinter dem Begriff Netzwerk verbirgt", erklärt Sven Weickert.Wie Technologieunternehmen der Wirt-schaftsregion dank solcher Netzwerke stra-tegisch Wettbewerbsvorteile erlangen, veran-schaulicht die Biotechnologie. In Berlin-Bran-denburg gibt es heute bereits rund 100 Bio-tech-Unternehmen, jährlich kommen etwa zehn neue hinzu. Eines der erfolgreichsten ist die Co. don GmbH aus Teltow. Das 1993 gegründete Unternehmen ist, wie Geschäfts-führer Dr. Karl-Gerd Fritsch sagt, einen unty-pischen Weg gegangen. Statt traditionelle Pharmamittel zu entwickeln, besetzte es "die Nische Gewebetechnologie", die Großunter-nehmen ignorierten. Co.don ist heute der erste und einzige Hersteller von Knorpelzell-transplantaten in Europa. Mit ihrer Innovation, körpereigene Knorpelzellen außerhalb des menschlichen Körpers zu vermehren und so zu programmieren, dass sie zerstörte Zellen problemlos ersetzen, revolutioniert das Bio-tech-Unternehmen die Medizin und gibt Hun-derttausenden, die unter Knie- und Band-scheibenschäden leiden, neue Hoffnung. Ge-genwärtig setzt das Unternehmen zum Sprung über den Großen Teich an, um auch in den USA, dem Markt des einzigen Konkurrenten, präsent zu sein. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die zahlreichen Gründer- und Technologiezentren, die erfolgreiche Ansiedlungen präsentieren. Nach dem gleichen Prinzip verfahren übrigens auch Siemens und die Deutsche Bank Berlin und stellen als "Paten der Macher von mor-gen" innovative Jungunternehmen vor. Die Innovationstage sollen jährlich abwech-selnd in Siemensstadt und im Technologie-zentrum Teltow stattfinden und jeweils ande-ren Themen gewidmet sein, beispielsweise der Luft- und Raumfahrt, Verkehrstechnik/Auto-matisierungstechnik, Kommunikationstech-nologien, neuen Medien.Innovationstage 99, 18. und 19. September, 10 bis 18 Uhr, Siemens AG, Rohrdamm 85, (U-Bahnhof Rohrdamm). Entritt 15 Mark (inklusive Katalog)
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