Kriminalität

Über 30 Jahre nach Frauen-Mord in Spandau: Polizei will ungelösten Fall aufklären

Mit der internationalen Kampagne „Identify Me“ will die Polizei ungelöste Mordfälle an Frauen in Deutschland aufklären. Auch ein Fall aus Berlin-Spandau ist dabei.

Christian Gehrke Team News chg
3 Min
Die Berliner Polizei im Einsatz.

Die Berliner Polizei im Einsatz.

© Sabine Gudath

Die Berliner Polizei beteiligt sich an einer internationalen Kampagne zur Aufklärung ungelöster Mordfälle an Frauen. Es geht um Fälle aus dem gesamten Bundesgebiet, den Niederlande und Belgien. 22 bisher ungelöste Tötungsdelikte sollen mit Hilfe von Fotos und weiteren Informationen aufgeklärt werden. Bilder und Infos zu allen Fälle wurden auf einer Internetseite unter dem Namen „Identify Me“ veröffentlicht. Die Behörden hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Auch ein Mordfall aus Berlin-Spandau aus dem Jahr 1988 ist dabei. Auch wenn die Tat Jahrzehnte zurückliegt, schaltete die Polizei Berlin am Mittwoch einen Fahndungsaufruf. Es geht darum die Identität der Frau zu klären und dann den Fall zu lösen.  

Ein Bild mit der Gesichtsrekonstruktion der Toten aus Spandau. Die Polizei will mit diesem Foto den Fall aufklären. 

Ein Bild mit der Gesichtsrekonstruktion der Toten aus Spandau. Die Polizei will mit diesem Foto den Fall aufklären. 

© LKA Berlin

An einem Dienstag im November 1988 stießen Waldarbeiter im Spandauer Stadtforst demnach auf die Frauenleiche. Die Identität der Frau, die augenscheinlich Opfer eines Tötungsdelikts geworden war, ist bis heute nicht bekannt. Es handelt sich bei dem Fahndungsfoto um die Rekonstruierung ihres Gesichtes.

Personenbeschreibung

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Auffindesituation: Der Körper der Frau war in einem Jutesack verpackt. Um ihren Hals waren zwei kurze Kunststofftaue (Seile) verknotet, die üblicherweise im Wasserssport Verwendung finden. Zudem stellten die Polizistinnen und Polizisten ein abgerissenes Stück Papier mit dem Stempelaufdruck des Gesundheitsamts des Bezirksamts Schöneberg, Beratungsstelle – Geschlechtskrankheiten, am Tatort sicher.

Bekleidung und Schmuck

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Für Hinweise, die zur Identifizierung der Frau sowie zur Aufklärung der Straftat führten, hatte der Polizeipräsident in Berlin bereits Ende der achtziger Jahre eine Belohnung in Höhe von 5.000 Deutsche Mark ausgelobt. Diese hat auch heute noch Bestand und beziffert sich nunmehr auf 2.500 Euro. Dabei ist die Belohnung ausschließlich für Personen aus der Bevölkerung bestimmt, zu deren Berufspflichten nicht die Verfolgung von Straftaten gehört. Personen, die an der Tat beteiligt waren, sind von einer Zuteilung ebenso ausgeschlossen. Die Verteilung der Belohnung findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt.

Die Polizei Berlin fragt:

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Hinweise, die auch vertraulich behandelt werden können, richten Sie bitte an die 4. Mordkommission des Landeskriminalamts unter der Rufnummer (030) 4664-911444 oder per E-Mail [email protected]. Selbstverständlich können Sie Ihre Informationen auch über die Internetwache der Polizei Berlin oder mit jeder anderen Polizeidienststelle teilen.

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