Preisschock

ifo-Studie: Iran-Krieg belastet arme Haushalte mehr als wohlhabende

Der Iran-Krieg treibt die Preise. Ärmere und Rentner trifft es am härtesten.

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Arme Menschen sind vom Iran-Krieg stärker betroffen.

Arme Menschen sind vom Iran-Krieg stärker betroffen.

© Friso Gentsch/dpa

Der Preisschock durch den Iran-Krieg trifft einkommensschwache Haushalte in Deutschland deutlich härter als wohlhabende. Das geht aus einer Untersuchung des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung in München hervor.

Demnach verlieren die einkommensstärksten Haushalte durch die höheren Preise nur 0,65 Prozent ihres verfügbaren Einkommens. Am unteren Ende der Einkommensskala sind es 2,87 Prozent – mehr als das Vierfache.

Auch Rentner gehören laut der Studie zu den überdurchschnittlich betroffenen Gruppen. Insgesamt sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte durch die Nahost-Krise um 16,8 Milliarden Euro gestiegen.

Wie teuer der Iran-Krieg deutsche Haushalte zu stehen kommt

Über alle Einkommensgruppen hinweg beziffert das ifo Institut die zusätzlichen Konsumausgaben auf 16,8 Milliarden Euro.

Im Durchschnitt entspricht das einem Plus von 1,15 Prozent.

Dieser Mittelwert verdeckt allerdings, wie unterschiedlich die Belastung auf die Haushalte verteilt ist.

Warum der Preisschock ärmere Haushalte härter trifft

Der Abstand zwischen den Einkommensgruppen ist erheblich: 0,65 Prozent bei den Wohlhabendsten stehen 2,87 Prozent bei den Ärmsten gegenüber.

Als Grund nennt das ifo Institut den geringen finanziellen Spielraum am unteren Ende. Wer wenig verdient, kann teureren Produkten kaum ausweichen.

„Wir sehen, dass ärmere Haushalte einem Preisschock, der Tausende Kilometer entfernt seinen Ursprung hat, schlechter ausweichen können und größere Kaufkraftverluste erleiden“, erklärte ifo-Forscherin Tiphaine Wibault, die an der zugrunde liegenden Studie mitgearbeitet hat.

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Warum Rentner besonders unter den Preissteigerungen leiden

Neben den Geringverdienern trifft der Preisschock ältere Menschen überdurchschnittlich stark.

Rentnerpaare verlieren laut ifo Institut 1,53 Prozent ihres Einkommens, alleinlebende Senioren 1,45 Prozent.

Beide Werte liegen über dem Durchschnitt aller Haushalte von 1,15 Prozent.

Was Heiz- und Energiekosten mit der Rente zu tun haben

Ausschlaggebend ist nach Angaben des Instituts das Ausgabeverhalten älterer Menschen.

Sie wenden einen überdurchschnittlich hohen Anteil ihres Budgets für Heizung und Energie auf.

In genau diesem Bereich schlagen die Folgen der Nahost-Krise besonders stark durch. (mit dpa)

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