Es ist ein bemerkenswerter Vorgang: Ende Januar haben die Vertrauensleute der IG Metall bei den Ford-Werken in Köln eine deutliche Erklärung verabschiedet: „Nein zur Kriegswirtschaft! Wir geben unsere Kinder nicht für Kriege!“ Der Beschluss richtet sich gegen die Umstellung der zivilen Industrie auf Rüstungsproduktion.
Die Sorge kommt nicht aus dem Nichts. Führende Stimmen aus Politik und Wirtschaft sprechen offen über eine (noch) stärkere Ausrichtung auf militärische Produktion. Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte kürzlich in einem Interview mit der Welt, man werde „die europäischen Volkswirtschaften auf Kriegswirtschaft umstellen müssen“. Ende 2025 hatte auch schon Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts in München, erklärt: „Wir brauchen so etwas wie eine Kriegswirtschaft.“
Aufrüstung
Auf dem Weg in die Kriegswirtschaft: Warum die IG Metall den Panzer-Boom fürchtet
Während Ökonomen die „Kriegswirtschaft“ ausrufen, probt die Basis der IG Metall den Aufstand. Kann Aufrüstung retten, was die zivile Industrie gerade verliert?
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An der Basis der IG Metall wächst der Widerstand gegen die militärische Ausrichtung der Industrie.
© Thomas Banneyer/dpa
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