Es ist ein Satz, der hängenbleibt. „Wir werden eher technokratisch wahrgenommen“, sagt Bärbel Bas am Sonntagabend bei Caren Miosga, und es klingt, als habe sie gerade selbst etwas entdeckt, was eigentlich seit zwanzig Jahren jeder weiß, der sich für die Sozialdemokratie auch nur am Rande interessiert. „Wir sind nicht mehr als die Partei der Arbeit wahrgenommen worden.“ Und, fast schon entwaffnend: „Wir haben uns vielleicht auch in der Vergangenheit um viele andere Themen gekümmert.“ Pause. Schnitt. Eine SPD-Vorsitzende, die im Talk der besten Sendezeit ihre eigene Partei seziert – und dabei aussieht, als habe sie damit nichts zu tun.
TV-Kritik
„Ihr kämpft nicht mehr für uns“: Was Bärbel Bas bei Miosga über die Krise der SPD offenlegt
Die SPD analysiert seit Jahrzehnten ihren Niedergang – und ändert nichts. Warum wird Selbstkritik immer dann laut, wenn Posten, Diäten und Dienstwagen wackeln? Hat das was mit Karl Marx zu tun?
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Miosga, Bas: Was ändert alle sozialdemokratische Selbstkritik?
© ARD/ Acreenshot
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