ILA 2002 - Zum Start der Ausstellung in Berlin-Schönefeld präsentiert sich die Luft- und Raumfahrtindustrie wieder zuversichtlich. Ein Ende der Krise scheint in Sicht.

Aufbruchsignalfür die Branche

Petra Wache
2 Min

BERLIN, 5. Mai. Mit einer Rekordzahl von 1 067 Ausstellern aus 40 Ländern beginnt am Montag die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ILA 2002 in Berlin-Schönefeld. "Es ist besonders ermutigend, dass die ILA gegen die aktuelle schwierige Lage in der Luftfahrt weiter zulegen kann. Davon wird ein Aufbruchsignal für die gesamte Branche ausgehen", sagt Hans Eberhard Birke, Präsidialgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI). Insbesondere das Plus bei amerikanischen und russischen Ausstellern zeige die feste Stellung der ILA im Wettbewerb der internationalen Luft- und Raumfahrtmessen. Größter Aussteller wird der Europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS sein. Die EADS-Tochter Airbus wird ihre neuen Modelle ebenso zeigen wie die US-Konzerne Lockheed Martin, Northrop Grumman, der kanadische Flugzeugbauer Bombardier Aerospace. Auch viele Unternehmen der Zulieferindustrie sind auf der ILA präsent. Für sie sei die Messe ein ausgezeichneter Zugang zu neuen Luft- und Raumfahrtprogrammen, betonen die Veranstalter. Dazu zählen der Riesenjumbo Airbus A380, der Militärtransporter A400M sowie das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo. MiG macht RückzugDoch es gibt auch einige Minuspunkte in der ansonsten erfreulichen Ausstellerbilanz. Der weltweit größte Flugzeugbau, der US-Konzern Boeing, fehlt erneut. Der Grund: Boeing beteiligt sich an der kurz nach der ILA stattfindenden Konkurrenzmesse im britischen Farnborough. Beim angeschlagenen deutschen Flugzeugbauer Fairchild Dornier hat der Insolvenzverwalter einen Auftritt auf der Schau unterbunden. Und es werden auch keine russischen MiG-Kampfflugzeuge zu sehen sein. Die Russen zogen in letzter Minute ihren Messeauftritt zurück, weil sie befürchten, dass das Schweizer Handelsunternehmen Noga die Maschinen pfänden lassen wird. Noga verlangt von Russland ausstehende Zahlungen von 62 Millionen Dollar. (pw.)Mehr zur Messe unter:www.ila-berlin.de

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