Mehrmals wurde der Bau angekündigt, im Juli soll es nun wirklich losgehen: Dann fällt der Startschuß für das 1,1-Milliarden-Mark-Projekt American Business Center am Checkpoint Charlie.Bis 1997/98 sollen auf einer Grundstücksflä~he von rund 20 000 Quadratmetern fünf Baukomplexe mit einer Geschoßfläche von 116 000 Quadratmetern entstehen, 3 500 Arbeitsplätze geschaffen werden. In einem 600 Quadratmeter großen Raum soll das Mauermuseum unterkommen, An der Krausen-/Ecke Mauerstraße wird an eine weitere historische Stätte erinnert. Dort wurden bei Grabungen die Fundamente der 1737 eingeweihten Bethlehemskirche entdeckt. Das Gotteshaus war im Krieg beschädigt und 1963 abgerissen worden, Jetzt sollen die Grundmauern freigelegt und sichtbar gemacht werden.Mit dem Bau des Business Centers kommt es jedoch auch zu Unannehmlichkeiten für die Berliner. Von Juli dieses Jahres an bis 1997 wird die Friedrichstraße zwischen Krausen- und Zimmerstraße für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Der Verkehr wird dann über die parallele Charlottenstraße geleitet. Die Mauerstraße bleibt für Anwohner und Gewerbetreibende geöffnet -- allerdings als Sackgasse. Geöffnet bleiben ferner die U-Bahnhöfe Kochstraße und Stadtmitte. Während der Arbeiten soll es jedoch nicht nur Lärm und Staub geben. Marketing-Direktor Frank Schmeichel: "Wir planen ein Erlebnisfeld, eine Bauzaungalerle mit wechselnden Ausstellungen."Um während des Baus nicht wirtschaftlich kaputt zu gehen, haben sich mehrere Gewerbetreibende zu einer Interessengemeinschaft Checkpoint Charile zusammengeschlossen. Sie fordern einen "fairen Ausgleich der auf uns zukommenden Belastungen". Die Friedrichstraße müsse für die Fußgänger weiter passierbar bleiben. Beispielsweise über einen Entschädigungsfonds könnten unzumutbare Belastungen ausgeglichen werden. "Wir sind mit der Interessengemeinschaft im Gespräch", sagt Schmeichel. Aber die Friedrichstraße könne nach Ansicht der Behörden nicht für Fußgänger geöffnet bleiben, weil es zu gefährlich sei. ulp
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