In der Kranzer Straße ist es still -so still, dass man hin und wieder die Pausenklingel der Marienburg-Oberschule hören kann. Im Bio-Hofladen um die Ecke geht es ruhig und familiär zu. Abseits des Hohenzollerndamms in Schmargendorf, ein Stadtteil im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, ist die Großstadthektik fern. Und mit dem Fahrrad ist man in nur wenigen Minuten im Grunewald. Von der Attraktivität dieser Wohngegend müssen die Berliner Architekten Bernd Drewes, Konrad Paulick und Wolfgang Zahn nicht lange überzeugt werden, auch wenn sie hier noch kein Bauprojekt realisiert haben. Das soll sich im Frühjahr mit dem Bau der "Kranzer Terrassen" ändern. Sie betreuen eine Baugemeinschaft für 23 Wohneinheiten, nur noch fünf Einheiten sind noch zu haben. Den Baugrund suchten die Architekten und Mitglieder der Baugruppe auf ausgedehnten Radtouren durch Charlottenburg und Wilmersdorf. Die rund 3800 Quadratmeter Hanglage in der Kranzer Straße 3 a boten schließlich die Berliner Wasserbetriebe zum Verkauf an. Das ehemalige Regenrückhaltebecken wurde als solches nicht mehr gebraucht.Aus der Struktur des Grundstücks ergibt sich die Gestaltung des Gebäudes. Der Sechsgeschosser wird so in den Hang gebaut, dass sich die beiden untersten Etagen stufenartig nach vorne schieben. Die dadurch entstehenden Dachflächen werden die Bewohner als Sonnenterrassen nutzen können. Sie blicken von hier Richtung Süden über den fast 2000 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgarten, in dem der alte Baumbestand so weit es geht erhalten bleiben soll und wo, sobald der Baulärm vorbei ist, wieder fast ländliche Ruhe einkehren wird.------------------------------Foto: Noch ruht der abschüssige Baugrund in der Kranzer Straße 3 a im Dornröschenschlaf.
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