SCHRÄGE ZEIT Dtl. 2004. Regie: Ólafur Sveinsson. Herausragender Dokumentarfilm über DDR-Punks - und was aus fünf von ihnen wurde. Im Mittelpunkt des Films steht Jan "Sputnik", der im Ost-Berlin Anfang der 80er-Jahre in der Band "Der demokratische Konsum" herumtobte, dann nach Westberlin heiratet, BWL studiert, Häuser kauft, Vater und psychotisch wird. Seine Geschichte erzählt Jan nicht nur selbst; sie entfaltet sich ungeheuer fesselnd auch in den abgleichenden Berichten seiner ehemaligen Freundin und von drei Freunden. Der Film ist bemerkenswert auch darin, dass er die Protagonisten tatsächlich individuell meint - und also nicht nur von notorischer Verfolgung durch die Stasi und Ausreise in den Westen handelt. Man kann den Rebellentraum jenseits tragischer Heroisierung ganz konkret begleiten und erfährt beispielsweise auch, wie sich die Szene in der DDR materiell durchschlug, was für Anpassungsleistungen im Westen - vor und nach dem Mauerfall - erbracht werden mussten und welchen Preis die einstige Außenseiterexistenz auch lange nach den Punk-Jahren noch hatte. Unbedingt empfehlenswert! (Siehe auch Feuilleton vom 26. August 2005)OKTOBERFEST Dtl. 2005. Regie: Johannes Brunner. Ein Beziehungsreigen auf Deutschlands größtem Bierzeltfest in München mit Barbara Rudnick, August Schmölzer und Peter Lohmeyer. (Rezension folgt im Feuilleton)------------------------------Foto: Schräge Zeiten, tolles Auto: Fahr' mal wieder Tatra!
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