Ein eisiger Wind peitscht durch die Straßen am Bahnhof Lichtenberg, treibt Pappbecher und zerfledderte Flyer über den grauen Beton. Vor der Unterführung hocken Gestalten in zerschlissenen Decken, die Gesichter verborgen unter Kapuzen. Ein Mann murmelt Unverständliches, die Bierflasche in seiner Hand pendelt träge. Müdigkeit hängt in der Luft, gezeichnet von dunklen Augenringen.
Wie wählt Berlin?
In Lichtenberg fühlt man sich an die DDR erinnert: „Heute darfst du nicht mehr alles sagen“
Protestwähler, die sich den Mund nicht verbieten lassen wollen, eine Reinigungskraft, die nachts Angst hat. Wie wählt Berlin? Ein Besuch in der ehemaligen Linken-Hochburg vor der Bundestagswahl.
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Bahnhof Lichtenberg: Jaqueline Schlesinger befürchtet, dass alles gegen die Wand fährt.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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