Die italienische Polizei hat bei einer Razzia 3,2 Millionen Euro entdeckt, die in Wänden, Böden und Möbeln einer Wohnung in Caivano versteckt waren, teilten die Carabinieri in Neapel gegenüber dem Sender CNN mit. Die Geldscheine waren demnach in Zellophan eingewickelt und unter anderem unter Boden- und Wandfliesen sowie in geheimen Schubladen in Kleiderschränken versteckt. Zudem wurden Waffen und Utensilien für den Drogenhandel gefunden.
Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa brachen die Ermittler Wände mit Hammerschlägen auf, um an das Geld zu gelangen. Anschließend wurde es in Plastikeimern abtransportiert. Die Geldscheine wurden laut CNN in ein gepanzertes Fahrzeug verladen. Außerdem stellten die Beamten elf Luxusuhren im Wert von mehr als 127.000 Euro sicher.
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Zahlreiche Festnahmen
Der Einsatz führte Ansa zufolge zur Festnahme von 34 Menschen. 23 von ihnen kamen demnach in Untersuchungshaft, elf weitere wurden unter Hausarrest gestellt. Die Beschuldigten stehen demnach unter anderem im Verdacht, einer bewaffneten kriminellen Vereinigung nach Art der Camorra, der organisierten Kriminalität in der Region um Neapel, anzugehören. Ihnen werden zudem Drogenhandel, Erpressung und der Besitz von Drogen zum Weiterverkauf vorgeworfen.
Nach Angaben von CNN gehören die Festgenommenen mutmaßlich zum Angelino-Clan. Die Gruppe habe Caivano so stark durchdrungen, dass die Gemeindeverwaltung im vergangenen Jahr unter gerichtliche Verwaltung gestellt worden sei, sagte Staatsanwalt Nicola Gratteri laut dem Sender.
Geld soll in staatlichen Fonds fließen
CNN zufolge war die Razzia Teil einer monatelangen verdeckten Ermittlungsaktion. Gratteri sagte nach Angaben des Senders, die Behörden hätten unter anderem die Handys von inhaftierten Mitgliedern der organisierten Kriminalität abgehört. Die Geräte seien von Verwandten eingeschmuggelt worden.
„In nur einer Wohnung haben wir 3,2 Millionen Euro Bargeld sowie wertvolle Uhren beschlagnahmt“, sagte Gratteri laut CNN am Montag vor Journalisten in Neapel. Das beschlagnahmte Geld soll in einen staatlichen Fonds zur Unterstützung von Opfern organisierter Kriminalität fließen.
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