Die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Besonders betroffen sind die Autoindustrie, der Maschinenbau und die Metallbranche.
Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr 177.000 Arbeitsplätze verloren. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Im Dezember 2025 seien im verarbeitenden Gewerbe noch 6,5 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Das entspricht nach Angaben der Behörde fast einem Fünftel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland.
Über alle Wirtschaftszweige hinweg sei die Beschäftigung um 108.000 zurückgegangen, hieß es von der Bundesagentur weiter. Zuwächse in anderen Branchen hätten die Verluste in der Industrie nicht ausgleichen können.
Volkswagen droht Stellenabbau: Bis zu 50.000 Jobs in Gefahr
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Allein in der Autoindustrie und bei ihren Zulieferern gingen den Angaben zufolge 52.000 Stellen verloren. In der übrigen Metallindustrie fielen 24.000 Arbeitsplätze weg, im Maschinenbau waren es 28.000.
Auch die aktuellen Absatzzahlen deutscher Hersteller unterstreichen den Druck auf die Branche. BMW lieferte im zweiten Quartal weltweit 590.962 Autos aus und damit 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mitteilte. In China brach der Absatz um 30 Prozent ein. Der Volkswagen-Konzern verkaufte weltweit knapp 2,1 Millionen Fahrzeuge, ein Minus von 8,6 Prozent. In China gingen die Verkäufe um 36,6 Prozent zurück.
Bei Volkswagen nannte Konzernchef Oliver Blume laut einem internen Interview, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, angesichts geplanter Kürzungen erstmals eine mögliche Größenordnung von rund 50.000 wegfallenden Stellen weltweit. Mercedes-Benz meldete für das zweite Quartal einen Rückgang um 6 Prozent auf 511.900 Autos, Audi ein Minus von gut 8 Prozent auf 367.139 Fahrzeuge.
Der Stellenabbau in der Industrie ist nach Angaben der Bundesagentur noch nicht abgeschlossen. Die Vorstandsvorsitzende der Behörde, Andrea Nahles, hatte Ende Juni erklärt, in der Industrie verschwänden derzeit monatlich 15.000 Jobs. Kumuliert auf die zurückliegenden zwölf Monate seien es Ende Juni 174.000 Stellen gewesen.
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