Deutschlands Industrie hat zwischen Anfang 2019 und Ende 2025 rund 496.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren. Das zeigt eine neue Untersuchung der Ifo-Niederlassung Dresden. In öffentlicher Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bis Ende 2025 dagegen um rund 329.000 gestiegen. Ein Teil dieses Zuwachses erklärt sich laut Ifo allerdings dadurch, dass Angestellte ausscheidende Beamte ersetzt haben.
Diese gegenläufige Entwicklung sorgt für scharfe Kritik aus der Wirtschaft. „Was läuft hier falsch?“, fragt Thomas Rudolff, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel-Marburg, in einem Beitrag auf LinkedIn. „Ein Land kann seinen Wohlstand nicht dauerhaft durch den Ausbau des öffentlichen Dienstes sichern, während seine industrielle Basis schrumpft“, kritisiert er – und fordert: „Deutschland braucht wieder mehr Wertschöpfung statt immer mehr Verwaltung.“
Wirtschaftskrise
Industrie verliert 500.000 Jobs, Staat wächst – IHK-Vertreter: „Was läuft hier falsch?“
Deutschlands Industrie verliert fast 500.000 Jobs, der Staat stellt immer mehr ein. Ein IHK-Vertreter fragt: Wie lange kann Deutschland sich das leisten?
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Fahrzeugbau bei VW: Die deutsche Industrie verlor laut Ifo-Institut seit 2019 fast eine halbe Million Arbeitsplätze
© Jan Woitas/dpa
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