Die Berliner sind freundlicher als ihr Ruf, das haben sie während der Fußball-Weltmeisterschaft gezeigt. "Berlin hat bei Millionen von Besuchern einen hervorragenden Eindruck hinterlassen", sagte der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes, Willy Weiland, gestern. Die 2005 gegründete Initiative "Service in the City" will dafür sorgen, dass die Welt auch nach der WM in Berlin zu Gast bei Freunden ist. Der Zusammenschluss aus Senatsverwaltungen, Tourismusverbänden, der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) hat dazu einige Projekte gestartet und eine erste Bilanz gezogen.Verbessert werden sollen die Fremdsprachenkenntnisse im Handel. Dafür gibt es eine CD mit gängigen Verkaufsgesprächen in fünf Fremdsprachen. Allerdings wurden erst 2 700 Mitarbeiter an der CD geschult, die für 29,95 Euro bei der IHK zu erwerben ist. Und das Angebot des Hotel- und Gaststättenverbandes, Speisekarten für 50 Euro in acht Fremdsprachen zu übersetzen, nutzten nur ein paar hundert Gastronomen. "Das ist etwas zögerlich angelaufen", sagte Weiland.An den Gemeinsinn appellierte Vera Gäde-Butzlaff vom BSR-Vorstand. Die Berliner seien auch selbst gefragt, für Sauberkeit in ihrem Kiez zu sorgen. Die BSR arbeitet mit den Quartiersmanagements in den Bezirken zusammen, um etwa Schmutzecken in Parkanlagen zu beseitigen. Allerdings vornehmlich in Gegenden wie Mitte und Charlottenburg, die stark von Touristen besucht werden. Die Verkehrsunternehmen und die Taxiverbände machen bei der Initiative nicht mit."Wir haben unsere eigenen Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter", sagte Manfred Günther, Vorsitzender des Taxi Verbandes. Und S-Bahnsprecher Gisbert Gahler verwies darauf, dass es in den Bahnhöfen bereits seit der Fußball-WM Ansagen auf Englisch gebe. (tt.)------------------------------KORREKTURAuf Seite 16 unserer gestrigen Ausgabe haben wir einen überhöhten Preis für eine Sprachlern-CD angegeben. Die CD mit Verkaufsgesprächen für Händler kostet 19,95 Euro - und nicht 29,95 Euro. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen. (20.07.2006)
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