Fußball

Inklusive Bewerbung für Tor des Monats: 1. FC Union Berlin schlägt VfB Stuttgart

Nach vier Pleiten zum Start läuft es für die Union-Frauen wieder rund. Gekrönt wurde der souveräne 4:0-Auswärtssieg in Stuttgart von einem absoluten Traumtor.

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Vorlagengeberin Eileen Campbell (r.) bejubelt mit Torschützin Jill Janssens das zwischenzeitliche 3:0 des 1. FC Union Berlin beim VfB Stuttgart.

Vorlagengeberin Eileen Campbell (r.) bejubelt mit Torschützin Jill Janssens das zwischenzeitliche 3:0 des 1. FC Union Berlin beim VfB Stuttgart.

© Carsten Schwering/Imago

Vier Spiele, vier Niederlagen. Der Start des 1. FC Union Berlin in die Frauen-Bundesliga hätte kaum schlechter laufen können. Inzwischen sieht die Welt deutlich freundlicher aus: Beim VfB Stuttgart gewann die Mannschaft von Marie-Louise Eta am Sonntag mit 4:0 (1:0) und feierte damit den dritten Pflichtspielsieg in Folge.

Steuerwald mit Traumtor zur Union-Führung

Dass Union in Stuttgart am Ende so deutlich gewann, war allerdings nicht von Beginn an absehbar. Die Berlinerinnen mussten sich ihren Erfolg beim Aufsteiger zunächst erarbeiten – und legten dabei mit einem echten Ausrufezeichen los. In der 24. Minute nahm Samantha Steuerwald aus rund 30 Metern Maß. Ihr Schuss mit dem Vollspann schlug unhaltbar im linken oberen Winkel ein. Ein Treffer, der sich bereits jetzt als Bewerbung für die Wahl zum Tor des Monats Oktober aufdrängt.

Das Traumtor gab Union zusätzlichen Schwung. Nach der Führung wurde die Mannschaft stärker und hatte weitere Möglichkeiten. Auch direkt nach der Pause ging es zunächst in Richtung Stuttgarter Tor. Naika Reissner flankte, wenig später brachte Tomke Schneider den Ball ebenfalls gefährlich hinein. Über Umwege kam die Kugel zu Eileen Campbell, deren wuchtiger Abschluss allerdings deutlich über das Tor flog.

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Was bei diesem Versuch noch misslang, holte Union kurz darauf nach. Schneider schickte Jill Janssens in der 51. Minute auf der rechten Seite. Deren Flanke fand Lina Hausicke, die per Kopf zum 2:0 traf.

Stuttgart war damit allerdings noch nicht geschlagen. Der Aufsteiger war mit acht Punkten stark in die Saison gestartet und erhöhte nun den Druck. Union wurde passiver, die Entlastung fehlte zunehmend. In dieser Phase bekam vor allem eine Berlinerin viel Arbeit: Nadine Böhi. Die Torhüterin verhinderte mehrfach den Anschlusstreffer und hielt Union damit die Führung fest.

Dann schlug Union genau in diese Druckphase hinein eiskalt zurück. Campbell trieb den Ball in der 73. Minute bis an den VfB-Strafraum und legte für Janssens auf. Die Belgierin schloss mit einem satten Schuss ins kurze Eck ab – 3:0. Nach ihrer Vorlage zum zweiten Treffer erzielte Janssens nun selbst das Tor.

1. FC Union Berlin mit drittem Sieg in Folge in die Pause

Damit war der Widerstand des Aufsteigers gebrochen. Böhi musste zwar auch danach noch beste Stuttgarter Chancen zunichtemachen, Union hatte die Partie nun aber endgültig unter Kontrolle. Und in der 83. Minute folgte der nächste Treffer: Die eingewechselte Dina Orschmann legte auf Lina Hausicke ab, die mit ihrem zweiten Tor des Tages auf 4:0 erhöhte – der Schlusspunkt.

Vier Niederlagen waren es zum Start. Jetzt sind es drei Siege hintereinander. Und Union geht mit genau dem Gefühl in die Länderspielpause, das nach dem Fehlstart besonders wichtig war: Es geht wieder aufwärts.

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