Bonn. APDie Zahl der neu In Deutschland registrierten Asylbewerber ist Im Mal gegenüber April wieder leicht gestiegen.Nach Angaben des Bundesinnen. ministeriums wurden im Mal 9 287 Flüchtlinge verzeichnet, 498 mehr als im April. Damit Ist die Monatszahl zum zweiten Mal seit August 1989 unter 10 000 geblieben. Gegenüber 31 705 Asylbewerbern im Mai 1993 bedeutet das einen Rückgang von 70,7 Prozent.Die meisten Fitkhtlinge kamen aus Serbien und Montenegro (2 568), gefolgt von der Türkei (1 208) und Rumänien (806). Danach folgt das Bürgerkriegsiand Bosnien-Herzegowina (444 Personen). Das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge entschied im Mai über die Anträge von 28 975 Personen, 1 939 Asylbewerber wurden anerkannt. Das entspricht einer Quote von 6,7 Prozent.Innenminister Manfred Kanther erklärte, die Zugangszahi sei auf Dauer nicht hinnehmbar. Es bedürfe weiterer Anstrengungen, um den Zustrom von Menschen zu verhindern, die nicht wegen politischer Verfolgung, sondern aus anderen, vorwiegend wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kämen.Wo immer möglich, sei eine schnelle Abschiebung abgelehnter Asylbewerber in ihre Heimatländer nötig, sagte der Innenminister. Der von einigen Ländern verfügte Abschiebestopp für Kurden oder, wie in Rheinland-Pfalz, für Asylbewerber, die sich iänger in Deutschland aufhielten, weise deshalb "in die völlig falsche Richtung".
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